Zurückhaltung

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Zurückhaltung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Zurückhaltung
Genitiv der Zurückhaltung
Dativ der Zurückhaltung
Akkusativ die Zurückhaltung

Worttrennung:

Zu·rück·hal·tung, kein Plural

Aussprache:

IPA: [t͡suˈʁʏkˌhaltʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Zurückhaltung (Info)

Bedeutungen:

[1] zurückhaltendes, nicht aufdringliches Verhalten, zurückhaltende Art
[2] abwartendes, zögerndes, vorsichtiges Verhalten

Herkunft:

Ableitung des Substantivs zum Verb zurückhalten mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ung

Sinnverwandte Wörter:

[1] Distanz, Reserve, Retention

Gegenwörter:

[1] Offenheit
[2] Wagemut

Beispiele:

[1] Er sollte etwas Zurückhaltung üben.
[1] „Unserer grundsätzlich kollektiven Diskretion entsprach Wotans individuelle Zurückhaltung, persönliche Gefühle zu äußern.“[1]
[1] „Unmittelbar darauf gingen die Generäle auseinander, mit jener feierlichen und wortkargen Zurückhaltung, mit der man nach einer Beerdigung auseinandergeht.“[2]
[2] Mit äußerster Zurückhaltung begleitete er seine Arbeit.
[2] „Diplomatische Zurückhaltung ist also nicht mehr vonnöten.“[3]
[2] „Bitten um Zurückhaltung auf der Bühne könnten da leicht nach hinten losgehen.“[4]
[2] „Meine Antwort schien ihm zu gefallen, denn er gab seine Zurückhaltung schnell auf.“[5]
[2] „Jüngers Widerstand gegen die hier als Sadisten gesehenen nationalsozialistischen Machthaber geschieht höchst verklausuliert, wobei sich der Eindruck aufdrängt, dass es weniger Sorge um die eigene Person ist, die Jüngers Zurückhaltung veranlasst, sondern tiefe Verachtung.“[6]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Zurückhaltung
[1] Duden online „Zurückhaltung
[1, 2] The Free Dictionary „Zurückhaltung
[*] Wikipedia-Artikel „Zurückhaltung
[*] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Zurückhaltung
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalZurückhaltung

Quellen:

  1. Hansi Sondermann: Hexentotentanz und andere Kriminalgeschichten. Anthologie. Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 2019, ISBN 978-3-86944-199-3, Seite 47.
  2. Leo N. Tolstoi: Krieg und Frieden. Roman. Paul List Verlag, München 1971 (übersetzt von Werner Bergengruen), Seite 1084. Russische Urfassung 1867.
  3. Sonya Winterberg: Wir sind die Wolfskinder. Verlassen in Ostpreußen. Piper, München/Zürich 2014, ISBN 978-3-492-30264-7, Seite 284.
  4. Christine Kruttschnitt: Sie schlägt Krach. In: Stern. Nummer Heft 7, 2017, Seite 50-54, Zitat Seite 52.
  5. Michael Obert: Regenzauber. Auf dem Niger ins Innere Afrikas. 5. Auflage. Malik National Geographic, München 2010, ISBN 978-3-89405-249-2, Seite 192.
  6. Thomas Amos: Ernst Jünger. Rowohlt, Reinbek 2011, ISBN 978-3-499-50715-1, Seite 86.