Speierling

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Speierling (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Speierling

die Speierlinge

Genitiv des Speierlings

der Speierlinge

Dativ dem Speierling

den Speierlingen

Akkusativ den Speierling

die Speierlinge

[1] ein Speierling

Nebenformen:
[1, 2] Spierling

Worttrennung:
Spei·er·ling, Plural: Spei·er·lin·ge

Aussprache:
IPA: [ˈʃpaɪ̯ɐlɪŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Speierling (Info)

Bedeutungen:
[1] Wildobstbaum mit kleinen, birn- oder apfelförmigen, stark gerbstoffhaltigen Früchten
[2] die Frucht von[1]
[3] ein herber Apfelwein, der durch Zusatz von ein wenig gerbstoffreichen Saftes der Speierling-Früchte (siehe [2]) hergestellt wurde

Herkunft:
Die Bezeichnung Speierling kann darauf zurückgehen, dass den Früchten die Wirkung zugeschrieben wurde, Erbrechen zu lindern.[1]

Synonyme:
[1] wissenschaftlich: Sorbus domestica, Sperberbaum, Sporapfel, Spierapfel, Spreigel
[2] Drecksack (veraltet), Spierling

Oberbegriffe:
[1] Laubbaum, Baum, Pflanze

Beispiele:
[1] Der Speierling war 1993 der Baum das Jahres.
[2] Wir gehen heute Speierlinge suchen.
[3] „Ein herrlicher Baum des Speierlings, Sorbus domestica, steht an einem Abhange unweit des Weges von Cronberg a. Taunus nach dem Schafhofe. Die Früchte dieses Baumes werden bekanntlich dazu verwendet, dem Apfelwein eine klare, weinähnliche Farbe zu geben, und der Cronberger Speierling genießt, wie dieser Apfelwein dort kurz genannt wird, um Frankfurt a. Main den besten Ruf.“[2]
[3] „Speierlinge sind Apfelweine, die einen Zusatz von Speierlingssaft erhalten haben, […]“[3]
[3] „Solche Speierling-Apfelweine zeichnen sich durch einen herben, charakteristischen Geschmack aus.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1–3] Wikipedia-Artikel „Speierling
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSpeierling
[2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Speierling

Quellen:

  1. Dr. Johann Krünitz’s oekonomisch-technologische Encyklopädie, Hundert und sieben und funfzigster Theil, 1833, Seite 183
  2. Deutsche Dendrologische Gesellschaft: Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, Ausgabe 40, 1928 (L. Beisner), Seite 343, Artikel „Ein 500 jähriger Speierlingbaum
  3. Federation of European Chemical: Zeitschrift für Lebensmittel-Untersuchung und -Forschung: Band 86, 1943 (Springer-Verlag)
  4. Friedrich Ehrendorfer, Roland Berger: Ökosystem Wien: die Naturgeschichte einer Stadt, Band 2 von Wiener Umweltstudien, Wien 2005 (Böhlau Verlag), ISBN 3205774205, Seite 321