Schlapphut
Erscheinungsbild
Schlapphut (Deutsch)
[Bearbeiten]Substantiv, m
[Bearbeiten]| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Schlapphut | die Schlapphüte |
| Genitiv | des Schlapphuts des Schlapphutes |
der Schlapphüte |
| Dativ | dem Schlapphut dem Schlapphute |
den Schlapphüten |
| Akkusativ | den Schlapphut | die Schlapphüte |
Worttrennung:
- Schlapp·hut, Plural: Schlapp·hü·te
Aussprache:
- IPA: [ˈʃlapˌhuːt]
- Hörbeispiele:
Schlapphut (Info) - Reime: -aphuːt
Bedeutungen:
- [1] Hut aus weichem Material mit unfestem Kopfteil und gewellter Krempe
- [2] übertragen: Person, die sich mit einem Hut tarnt
Herkunft:
- Das Wort ist seit dem 17. Jahrhundert belegt.[1]
- Determinativkompositum aus dem Adjektiv schlapp und dem Substantiv Hut
Oberbegriffe:
Unterbegriffe:
Beispiele:
- [1] „Val und Rosa zogen sich Schlapphüte über den Kopf, die einen Großteil ihrer Gesichter verbargen.“[2]
- [1] „Die Kunstgeschichte hat ihn zwar (nicht ganz grundlos) mit Mißachtung gestraft, aber der damals 33jährige – mit großer Künstlerschleife und einem breiten Schlapphut als Bohemien durch die Stadt bummelnd – war für seine jugendlichen Bewunderer offenbar eine charismatische Persönlichkeit.“[3]
- [1] „Ich schaue in sein munteres Gesicht, das rot und naß vom Regen unter dem Schlapphut leuchtet.“[4]
- [1] „Immer trug er einen Schlapphut, eine Fischermütze mit schmaler Krempe, sodass die Augen vor Regen und grellen Sonnenstrahlen geschützt wurden.“[5]
- [1, 2] „‚Das behalte ich für mich‘, sagte Stiller und fügte hinzu: ‚Ein Schlapphut nimmt seinen Schlapphut nie ab‘.“[6]
- [2] „Die Agentenjäger des FBI hätten die Spur aufgenommen, nicht nur gewöhnliche Schlapphüte.“[7]
Übersetzungen
[Bearbeiten] [1] Hut aus weichem Material mit unfestem Kopfteil und gewellter Krempe
[2] Person, die sich mit einem Hut tarnt
- [1, 2] Wikipedia-Artikel „Schlapphut“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schlapphut“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Schlapphut“
- [1] The Free Dictionary „Schlapphut“
- [1] Duden online „Schlapphut“
Quellen:
- ↑ Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „schlapp“.
- ↑ David Whitehouse: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek. Tropen, Stuttgart 2015 (übersetzt von Dorothee Merkel), ISBN 978-3-608-50148-3, Zitat Seite 142.
- ↑ Wilhelm von Sternburg: „Als wäre alles das letzte Mal“: Erich Maria Remarque. Eine Biographie. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2000, ISBN 3-462-02917-7, Seite 68.
- ↑ Erich Maria Remarque: Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend. Roman. 5. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, ISBN 3-462-02725-5, Seite 175. Erstmals 1956 erschienen.
- ↑ Carsten Henn: Der Buchspazierer. Roman. 10. Auflage. Piper, München 2025, ISBN 978-3-492-07400-1, Seite 10. Zuerst 2020.
- ↑ Hans Leyendecker: Schlapphut bleibt Schlapphut. In: sueddeutsche.de. 10. Oktober 2010, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 5. Mai 2016).
- ↑ Andreas Albes, Norbert Höfler, Stefan Schmitz: Die Jagd auf Trump. In: Stern. Nummer Heft 9, 2017, Seite 36-40, Zitat Seite 38.