Süßholz raspeln

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Süßholz raspeln (Deutsch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

Alternative Schreibweisen:

Schweiz und Liechtenstein: Süssholz raspeln

Worttrennung:

Süß·holz ras·peln

Aussprache:

IPA: [ˈzyːsˌhɔlt͡s ˈʁaspl̩n]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Süßholz raspeln (Info)

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: jemandem schmeicheln, schöntun

Herkunft:

Jugendsprache der 1970er Jahre[1]

Beispiele:

[1] Ach, unsere Dichter: wie ihnen die schönen Worte schmelzend von den Lippen fallen, wie fein sie das Süßholz zu raspeln verstehen, wie sich ihre Stimmen in betörenden Melodien heben und senken, wie sie die Augen bescheiden zur Erde wenden und ihre Hände in zarter Gebärde schalengleich aneinanderlegen![2]
[1] „Bei manchen könne man die Karten aufdecken, bei manchen müsse man Süßholz raspeln, vielleicht sogar so tun, als sei man selber in sie verliebt.“[3]

Wortbildungen:

Süßholzraspler, Süßholzrasplerin

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 3., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Band 11, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2008, ISBN 978-3-411-04113-8, Seite 753, Eintrag „Süßholz raspeln“
[1] Wikipedia-Artikel „Liste_deutscher_Redewendungen#S
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Süßholz

Quellen:

  1. Von knorke bis gaga – die Entwicklung der Jugendsprache, Spiegel-Online vom 2. Juni 2008
  2. Hoheitsvolles Schnorrertum. In: Zeit Online. Nummer 36/1994, 2. September 1994, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 16. Mai 2012).
  3. Isaac Bashevis Singer: Max, der Schlawiner. Roman. Axel Springer Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-942656-32-0, Seite 87f. Englisches Original 1991.