Genugtuung

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Genugtuung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Genugtuung die Genugtuungen
Genitiv der Genugtuung der Genugtuungen
Dativ der Genugtuung den Genugtuungen
Akkusativ die Genugtuung die Genugtuungen

Worttrennung:

Ge·nug·tu·ung, Plural: Ge·nug·tu·un·gen

Aussprache:

IPA: [ɡəˈnuːkˌtuːʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Genugtuung (Info)

Bedeutungen:

[1] das Gefühl, das Richtige und Notwendige getan zu haben
[2] Maßnahme, um einen materiellen oder immateriellen Schaden auszugleichen

Herkunft:

Das Wort ist seit dem 15. Jahrhundert belegt.[1]
Ableitung zum Stamm des Verbs genugtun mit dem Suffix (Derivatem) -ung

Synonyme:

[1] Zufriedenheit
[2] Satisfaktion, Wiedergutmachung

Gegenwörter:

[1] Unzufriedenheit (mit sich selbst)

Beispiele:

[1] Mit großer Genugtuung las ich meinen Neueintrag im Wiktionary.
[1] „Aber während der Heimfahrt auf dem Schiff denkt er an andere Dinge und liest mit stiller Genugtuung in den Zeitungen, die er mit aufs Schiff nahm, daß Leeway Chemical die Verhandlungen mit Sallevoisseux aufgenommen hat.“[2]
[1] „Mit Genugtuung wanderte Biberkopf weiter.“[3]
[1] „Mit Genugtuung dürfen wir feststellen, dass die unwürdige Handbedienung alter Art nun bald der Vergangenheit angehört.“[4]
[2] „»Geschmähte« Männer konnten so nach genau festgelegten Regeln für eine wirkliche oder vermeintliche Beleidigung Genugtuung (Satisfaktion) erhalten beziehungsweise geben.“[5]
[2] Für diese Beleidigung gab er dem Gekränkten keinerlei Genugtuung.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Genugtuung
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Genugtuung
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Genugtuung
[1, 2] The Free Dictionary „Genugtuung
[1, 2] Duden online „Genugtuung
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalGenugtuung

Quellen:

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Genugtuung
  2. Norman Mailer: Die Nackten und die Toten. Deutscher Bücherbund, Stuttgart/Hamburg ohne Jahr, Seite 419f.
  3. Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1965, ISBN 3-423-00295-6, Seite 113. Erstveröffentlichung 1929.
  4. Loriot (Verfasser); Susanne von Bülow, Peter Geyer, OA Krimmel (Herausgeber): Der ganz offene Brief. Hoffmann und Campe, Hamburg 2014, ISBN 978-3-455-40514-9, Seite 123.
  5. Die besten Schimpfwörter und Schmähreden. Ueberreuter, Wien 1990, Seite 26. ISBN 978-3-85003-336-7. Abkürzung aufgelöst.