Diskussion:kein

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das muss man anders lösen, eine Verquickung von kein und keiner mitttels Klammern in der Tabelle ist nicht nachvollziehbar, nicht eindeutig und schafft rein technisch in der Vorlage Probleme. Kein Mensch, der sich das anschaut weiß danach, wie und wann er welche Form wählen soll. Wie wäre es mit einer Überarbeitung des Artikels? Mit Anmerkungen und differenzierter Bedeutung. Vergleiche auch die Diskussion in der Teestube] zu unter, unter-, untere, unterer, unteres und ähnliche Fälle. --Susann Schweden (Diskussion) 21:27, 25. Jan. 2015 (MEZ)

„in keinster Weise“ …[Bearbeiten]

… ist m. E. falsch, aber weit verbreitet. Soll(te) das irgendwie vermerkt werden. Eine Steigerungsmöglichkeit ist ja im Eintrag nicht angegeben. --Peter Gröbner (Diskussion) 20:11, 7. Nov. 2015 (MEZ)

Klar ist keine Steigerungsmöglichkeit angegeben, weil nur in einer festen Redewendung gesteigert wird. Ich habe „umgangssprachlich, nachdrücklich, oft scherzhaft übertreibend:“ ergänzt, vgl. [1], [2]. -- IvanP (Diskussion) 20:31, 7. Nov. 2015 (MEZ)
Danke! --Peter Gröbner (Diskussion) 20:33, 7. Nov. 2015 (MEZ)

Eine nette das/dass-Übung[Bearbeiten]

Was du nicht willst, da__ man dir tu, das füg auch keinem andern zu.

Ist im Nebensatz zweiten Grades dass oder das richtig? Takkat meint in German Language Stack Exchange, es gehe beides. Rein grammatikalisch ist in der Tat beides möglich, allerdings macht das von der Bedeutung her meines Erachtens kaum Sinn. Mit dass bedeutet der Satz: „Wovon du nicht willst, dass man es dir tu(e), das füg(e) auch keinem ander(e)n zu.“ Das Pronomen was gehört semantisch zum dass-Teil, ist aber vorangestellt. Zum Vergleich (beides Mozart): „Wo glaubst du daß ich wohne?“ „Wen glaubst Du daß ich hier angetroffen?“ Mit einem in den Indikativ gesetzten das-Relativsatz lässt sich das Gebot folgendermaßen umformulieren: „Füg von dir Ungewolltes, welches man dir tut, keinem andern zu.“ Das ist komisch, denn ob das Ungewollte „dir“ getan wird oder nicht, dürfte nicht von Bedeutung sein. Im Konjunktiv ist es richtig bizarr: „das man dir tu“ – man soll es „dir“ also tun?

Luther formulierte die Goldene Regel noch in positiver Form: „Was du wilt das man dir thue / das thu einem andern auch.“ Hier kann ich mich mit dem das schon eher anfreunden. Der Relativsatz kann als restriktiv verstanden werden, sodass speziell auf den Teil des von „dir“ Gewollten Bezug genommen wird, der „dir“ auch gegönnt sei, den man „dir“ tue. Oder er ist appositiv: Was immer „du“ willst, das tue man „dir“ – aber tu es einem andern auch. Tatsächlich steht in der Lutherbibel 1545 für die Konjunktion sowieso das. („Vnd Gott sahe das es gut war.“) Es gibt Ausgaben nach Luthers Lebzeiten mit daß, hier heißt es „daß man dir thue“, hier „daß es gut war“, aber „das man dir thue“.

Mein Erfolgstrainer Rechtschreibung Deutsch 5/6 (gemeint ist natürlich die Jahrgangsstufe, in Google Books steht dagegen „Bände 5-6“) von Klett hat als Lösung „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu“ (das zweite das ist nicht fett gedruckt, obwohl es in der Aufgabe ebenso ausgelassen war) – furchtbar.

Ickler: „Eine große Zahl von Belegen mit der daß-Konstruktion, also der Verschränkung oder von ihm so genannten Satzverschlingung, findet man bei Hermann Paul, Dt. Gr. § 497. Die konkurrierende Relativsatzkonstruktion ist offenbar für viele Deutsche nicht mehr recht nachvollziehbar, weshalb Blatz sie schon vor 100 Jahren als "veraltet" bezeichnete (II, 932). Ich würde sagen, daß immer noch beide Schreibweisen hinnehmbar sind, auch wenn die Sprachentwicklung sicherlich zu "daß" führt.“ Soll früher allgemein so eine Konstruktion mit gleicher Bedeutung wie die mit dass möglich gewesen sein? Siehe aber David Konietzko: „Für Konstruktionen wie in (2.3) habe ich keine Google-Belege gefunden.“ ((2.3) Wen du willst, den man dir vorstellt, den hole ich herbei.)

In Neuhochdeutsche Grammatik (zweiter Band, Satzlehre (Syntax)) von Friedrich Blatz (in Google Books hier falsch als „Friedrich Blotz“ aufgeführt) steht: „Von allem, was man will das (= daß) ich gesehen haben sollte, habe ich nichts gesehen (Wiel.). Was du willst, das dir die Leute thun sollen, wirst du ihnen auch thun (Gth [sic; Leerraum statt eines Punktes]). Dieser herrliche Greis ist es, von dem ich euch sagte, den ihr zu sehen dereinst hoffen dürfet (= daß ihr ihn sehen dürfet. Gth.).“ Nur: Die ersten beiden Sätze lassen sich als Rechtschreibfehler abtun, der dritte hat wiederum eine andere Struktur, es heißt da nämlich „von dem ich euch sagte“ statt „den ich euch sagte“. Der übrige Teil „den ihr zu sehen dereinst hoffen dürfet“ könnte eine Anknüpfung an „Dieser herrliche Greis ist es“ sein, die von „von dem ich euch sagte“ als Redewiedergabe ausgewiesen wird. Blatz: „Si wâren dëm kunech undertân, da von (von dem) ich ê gesprochen hân, dën (= daß ihn) Roas dër heiden sluoc (Wig.). Hêr Wigalois und diu magt, von dër ich iu nû hân gesagt, dër ër daz pferit wider gewan, die riten mit einander dan (Wig.). Si arme kleidere nam und gienc heimelîch mit einer maget, swâ ir indert wart gesaget wâ cristene liute wæren (Pass.).“ – Hier auch wieder gesprochen/gesag(e)t.

Laut Morgenstund ist ungesund: Unsere Sprichwörter auf dem Prüfstand von Walter Schmidt ist das gereimte Sprichwort [−] eine gleichbedeutende Variante, „nach Maßstäben der Logik eine sogenannte Kontraposition“ (der angeführten Stelle in der Lutherbibel 1545 [+]). Das stimmt natürlich nicht. Wozu [+] auffordert: w(x) ⇒ t(x) („w(x)“ für „du willst, dass man dir x tue“, „t(x)“ für „du tust x einem andern“). Die Kontraposition davon ist: ¬t(x) ⇒ ¬w(x). Wozu aber [−] auffordert: ¬w(x) ⇒ ¬t(x). Das ist keine Kontraposition, sondern eine Inversion. -- IvanP (Diskussion) 21:59, 17. Okt. 2019 (MESZ)

witzig. Es gibt schon schöne Formulierungen. Zu oben: Nicht, dass man noch sagt: das ist egal! und Nichts, das man noch sagt, das ist egal. mlg Susann Schweden (Diskussion) 13:42, 6. Sep. 2017 (MESZ)