Beinhaus

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Beinhaus (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Beinhaus die Beinhäuser
Genitiv des Beinhauses der Beinhäuser
Dativ dem Beinhaus
dem Beinhause
den Beinhäusern
Akkusativ das Beinhaus die Beinhäuser
[1] Ein Beinhaus von innen

Worttrennung:

Bein·haus, Plural: Bein·häu·ser

Aussprache:

IPA: [ˈbaɪ̯nˌhaʊ̯s]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Beinhaus (Info)
Reime: -aɪ̯nhaʊ̯s

Bedeutungen:

[1] Religion, Architektur: ein kapellenartiger Bau auf Friedhöfen, in dem bei der Anlage von neuen Gräbern gefundene Gebeine untergebracht werden

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Bein und Haus

Synonyme:

[1] Ossuarium, Karner

Sinnverwandte Wörter:

[1] Beingrab

Beispiele:

[1] „Mit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert kamen Beinhäuser immer mehr aus der Mode. Viele wurden abgebrochen oder zweckentfremdet, …“[1]
[1] „In Süddeutschland versah man außerdem die im Beinhaus aufbewahrten Schädel mit Hausmarken.“[2]
[1] „Das erinnert an die gruseligen Schilderungen von Menschenopfern der römischen Autoren, man darf aber nicht vergessen, dass noch im Mittelalter Tote in vielen Gegenden Europas in Grüften und Beinhäusern, sogenannten Ossuarien, ausgestellt waren.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Beinhaus
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Beinhaus
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Beinhaus
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalBeinhaus

Quellen:

  1. Wikipedia-Artikel „Beinhaus
  2. Harald Olbrich et al. (Herausgeber): Lexikon der Kunst. Architektur, Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Industrieformgestaltung, Kunsttheorie - Begründet von Gerhard Strauß †, Herausgegeben von Harald Olbrich, Dieter Dolgner, Hubert Faensen, Peter H. Feist, Bruno Flierl, Alexander Häusler, Kurt Junghanns, Alfred Langer, Günter Meißner, Karl-Heinz Otto, Detlef Rößler und Wolfgang Schindler. CD-Rom, A - Z, Directmedia Publishing GmbH, Berlin 2004, ISBN 3-89853-443-X, Band 3, Seite 159, Artikel „Hausmarke“
  3. Ulrich Magin: Keltische Kultplätze in Deutschland. Geschichte und Mythos einer rätselhaften Kultur. Nikol, Hamburg 2019, ISBN 978-3-86820-535-0, Seite 91.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Weinhaus