Aalbeere

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Aalbeere (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Aalbeere

die Aalbeeren

Genitiv der Aalbeere

der Aalbeeren

Dativ der Aalbeere

den Aalbeeren

Akkusativ die Aalbeere

die Aalbeeren

[1] botanische Zeichnung von Teilen einer Aalbeere
[2] Aalbeeren am Strauch

Nebenformen:

Ahlbeere

Worttrennung:

Aal·bee·re, Plural: Aal·bee·ren

Aussprache:

IPA: [ˈaːlˌbeːʁə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Aalbeere (Info)

Bedeutungen:

[1] Botanik: Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)
[2] Botanik: Frucht von [1]

Herkunft:

Zusammensetzung aus einem umgebildeten Alant und Beere nach dem Geschmack der Schwarzen Johannisbeere[Quellen fehlen]

Synonyme:

[1, 2] Alantbeere, Schwarze Johannisbeere

Oberbegriffe:

[1] Johannisbeere, Pflanze
[2] Beere, Frucht

Beispiele:

[1] Wir haben einige Sträucher Aalbeeren im Garten.
[2] „Gleich darauf verglich sie alle Früchte im Garten nach ihren Farben, nach ihren Kernen, nach ihrer Haut, Staub und Wolle, Geschmack und Geruch, und machte sich daraus allerlei Kameraden von verschiedenem Charakter, wobei sie einen besondern Haß gegen die schwarzen Aalbeeren und eine Art heiliger Scheu gegen die reine Frische der Erdbeeren empfand; das mißfiel dem Teufel wieder, der die Aalbeeren in seinem Wappen führt.“[1]
[2] „Das Compote von Aalbeeren oder schwarzer Johannisbeeren bereitet man ebenso; doch ist es wegen der Geschmacklosigkeit der Aalbeeren weniger beliebt, aber doch als Abwechslung zu berücksichtigen.“[2]
[2] „Ein altes Mütterchen wünscht Aalbeeren oder Aalbesinge; sie braut daraus ein Wunderträutlein gegen Gicht, Gliederreißen und dergleichen.“[3]


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Aalbeere
[1] Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen. Zweyte, vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig 1793–1801 „Aalbeere
[1, 2] Joachim Heinrich Campe: Wörterbuch der deutschen Sprache. Erster Theil. A bis E, Braunschweig 1807 (Internet Archive), Seite 1
[1] Lutz Mackensen: Deutsches Wörterbuch. Rechtschreibung – Grammatik – Stil – Worterklärung – Fremdwörterbuch – Geschichte des deutschen Wortschatzes. 9., völlig neubearbeitete und stark erweiterte Auflage. Südwest Verlag, München 1977, ISBN 3-517-00637-8, „Aalbeere“, Seite 1.

Quellen:

  1. Ludwig Achim von Arnim: Armuth, Reichthum, Schuld und Buße der Gräfin Dolores. Eine wahre Geschichte zur lehrreichen Unterhaltung armer Fräulein aufgeschrieben von Ludwig Achim von Arnim. In: Wilhelm Grimm (Herausgeber): Ludwig Achim’s von Arnim sämmtliche Werke. Achter Band, Veit & Compt, Berlin 1840 (Google Books), Seite 208.
  2. L. F. Jungius: Deutsches Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen. 2. Auflage. E. H. Schroeder, Berlin 1864 (Google Books), Seite 195
  3. Karl Ruß: Ausplaudereien aus der Apotheke. 3. Was gar nicht existirt – und doch verkauft wird. In: Ernst Keil (Herausgeber): Die Gartenlaube. Heft 47, Verlag von Ernst Keil, Leipzig 1865 (Wikisource), Seite 746.