gelle

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[Bearbeiten] gelle (Deutsch)

[Bearbeiten] Partikel

Worttrennung:

gel·le

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] thüringisch, schwäbisch, fränkisch, hessisch, umgangssprachlich: verschliffene Floskel für die eingeschobene, rhetorische Frage „Gelt es?“, „Gilt es?“, „Habe ich recht?“ oder „Nicht wahr?“, „Stimmt es?“, um sich der (vorausgesetzten) Zustimmung zu versichern

Herkunft:

Zusammensetzung aus gelten und es

Synonyme:

[1] standardsprachlich: gelt es?, gilt es?, habe ich recht?, nicht wahr?, stimmt es?

Beispiele:

[1] Schönes Wetter heute, gelle?
[1] „Die Thüringer sagen immer „gelle“. Gelle?“ „Gelle!

[Bearbeiten] Übersetzungen


Dialektausdrücke:

  • Berlinisch: wa?
  • Meißnisch: nor?, nor ni?, nu wor?
  • Osterländisch: gelle?, ge?, gelt?, nu wor?
  • Thüringisch: gell?, ge?, gelt?
  • Sauerländisch/Siegen-Wittgensteinerisch: woll?, woch?
  • Westsachsen-Kreise Chemnitz/Stollberg: hähr? (Hörst Du? Beispiel: Noong giehn mer, hähr? - nachher gehen wir, hörst du ?)

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „gelle
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikongelle

Ähnliche Wörter:

gellen, Kelle, kellen
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