zart besaitet

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zart besaitet (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
zart besaitet zarter besaitet am zartesten besaitet
am zartbesaitetsten
Alle weiteren Formen: Flexion:zart besaitet

Anmerkung zum Superlativ:

Siehe die Ausführungen zur „Steigerung von zusammengesetzten Adjektiven (Partizipien)“[1]

Alternative Schreibweisen:

zartbesaitet

Worttrennung:

zart be·sai·tet, Komparativ: zar·ter be·sai·tet, Superlativ: am zar·tes·ten be·sai·tet

Aussprache:

IPA: [ˈt͡saːɐ̯tbəˌzaɪ̯tət]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] von Personen: emotional wenig belastbar, sensibel auf äußere Ereignisse reagierend

Herkunft:

In der ursprünglichen Bedeutung „mit zarten Saiten bespannt“.[2]

Synonyme:

[1] dünnhäutig, empfindsam, empfindlich, sensibel, verletzlich; abwertend: mimosenhaft

Beispiele:

[1] Gestern im Rabenhof Theater in Wien kamen 200 Leute, die viel gelacht haben. Gut, der zweite Teil, als ich mit Stermann und Grissemann aus der Klaus-Kinski-Biografie las, kam bei zarter besaiteten Frauen weniger gut an (Stichwort »Fötzchen«).[3]
[1] Die am zartesten besaitete der Geiseln, ein junger Mann mit Ziegenbart und kurzgeschorenem Lockenkopf erwachte in der Morgendämmerung, laut kreischend vor Angst, weil er ein Skelett gesehen hatte, das auf einem Kamel über die Dünen ritt.[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „zart besaitet
[1] canoonet „besaitet&service=canooNet&lookup=caseSensitive zart besaitet
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalzart besaitet
[1] The Free Dictionary „zart besaitet
[1] Duden online „zart besaitet
[1] wissen.de – Wörterbuch „zart besaitet

Quellen:

  1. Michael Kleerbaum: Duden-Newsletter. FidoNet Echomail Archive, 21. März 2003, abgerufen am 3. November 2013.
  2. Duden online „zart besaitet
  3. David Schalko: Österreich: On the road in der Provinz. In: Zeit Online. Nummer 02/2007, 4. Januar 2007, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 3. November 2013).
  4. Salman Rushdie: Die satanischen Verse. bucklitsch.files.wordpress.com, 1988, abgerufen am 3. November 2013.