vielerlei

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vielerlei (Deutsch)[Bearbeiten]

Indefinitpronomen[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
vielerlei

Anmerkung:

Die Wortartbestimmung von Wörtern auf -erlei ist sehr uneinheitlich. Beispiel: mancherlei wird teils als indeklinables Adjektiv[1][2], teils als Indefinitpronomen[3], teils als Adverb[4], teils als Zahlwort[5] eingeordnet.
Die Duden-Grammatik führt aus: die Bildungen auf -erlei „werden als Artikelwörter und Pronomen verwendet.“[6] Die Verwendung dieser Wörter ohne Wortartwechsel als Subjekt oder Objekt spricht für die Klassifikation als Pronomen.

Worttrennung:
vie·ler·lei, keine Steigerung

Aussprache:
IPA: [ˈfiːlɐlaɪ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild vielerlei (Info)

Bedeutungen:
[1] von mehrerer unterscheidender Art und in großer Anzahl

Herkunft:
indeklinabel, ›unbestimmtes Zahlwort‹[7], im Sinne von: in großer Anzahl und von verschiedener Art, viele verschiedene Dinge, (seit dem 16. Jahrhundert); siehe auch unter dem Suffix -lei.[8]

Synonyme:
[1] mehrerlei

Beispiele:
[1] „Immerhin gilt das deutsche Jugendstrafrecht in vielerlei Hinsicht als vorbildhaft — und könnte für ein russisches Pendant als Grundlage dienen, die den Eigenheiten des Landes angepasst wird.“[9]
[1] „Wie die Pflanze den Versuch macht, fehlende Aufbaustoffe durch andere zu ersetzen, wie der Bauer sich bemüht, den Mangel an Düngemitteln auf irgendeine Weise auszugleichen, selbst wenn der Aufwand dadurch wächst (etwa durch vermehrte Heranziehung von Stalldung), so sind auch in der Volkswirtschaft vielerlei Kräfte wirksam, um das Gesetz vom Minimum in seiner Bedeutung abzuschwächen.“[10]

Charakteristische Wortkombinationen:
[1] in vielerlei Hinsicht

Wortbildungen:
Vielerlei

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „vielerlei
[*] Rheinisches Wörterbuch „vielerlei
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „vielerlei
[1] canoonet „vielerlei
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonvielerlei
[1] The Free Dictionary „vielerlei
[1] wissen.de – Wörterbuch „vielerlei
[1] Wander: Deutsches Sprichwörter-Lexikon „vielerlei
[1] Dr. Gerhard Wahrig u. a.: Das Große Deutsche Wörterbuch. Verlag für Wissen und Bildung, Rheda 1966, Spalte 3871, unter: „vielerlei“
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion unter der Leitung von Günther Drosdowski (Herausgeber): Brockhaus-Enzyklopädie. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Band 28: Deutsches Wörterbuch III, REH–ZZ, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1995, ISBN 3-7653-1128-6, DNB 944245625, Seite 3754, unter: „vielerlei“

Quellen:

  1. canoonet „vielerlei“.
  2. Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonvielerlei“.
  3. The Free Dictionary „vielerlei“.
  4. wissen.de – Wörterbuch „vielerlei“.
  5. Duden online „vielerlei“.
  6. Duden. Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. 8., überarbeitete Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04048-3, Seite 316.
  7. Dr. Wolfgang Müller u. a.; Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden. Bedeutungswörterbuch. 2., völlig neu bearbeitet und erweiterte Auflage. Band 10, Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1985, ISBN 3-411-20911-9, Seite 725, unter „vielerlei“
  8. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „vielerlei“.
  9. Matthias Zimmermann: Jugendstrafrecht exportieren. In: Portal Wissen. Das Forschungsmagazin der Universität Potsdam. Nummer 1/2013, ISSN 2194-4237, Seite 79
  10. Erich Welter: Das Gesetz vom Minimum. In: Zeit Online. Nummer 04, 14. März 1946, ISSN 0044-2070 (Politik. Seite 1, 4. Absatz, vielerlei URL, abgerufen am 16. Oktober 2013).