sibi

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sibi (Latein)[Bearbeiten]

Reflexivpronomen[Bearbeiten]

Kasus Reflexiv-
pronomen
Nominativ
Genitiv
suī
Dativ
sibi
Akkusativ
, sēsē
Ablativ
, sēsē
(ā)
sēcum

Worttrennung:

si·bi

Grammatische Merkmale:

[1] Reflexivpronomen Dativ sich

Beispiele:

[1] „Quisquid magna dedit, voluit sibi magna remitti.“ (Martial)[1]
Wer groß(e Geschenke) gab, will sich groß(e Geschenke) zurückgegeben. das heißt will, dass man ihm … zurückgibt.
[1] „Imperare sibi maximum imperium est.“
Sich (selbst) zu beherrschen ist die größte Herrschaft.
[1] „Nil non permittit mulier sibi, turpe putat nil.“ (Juvenal)[2]
Die Frau erlaubt sich nichts nicht, nichts hält sie für schä(n)dlich.
[1] „Sibi non cavere et aliis consilum dare stultum est.“ (Phädrus)[3]
Sich (selbst) nicht zu hüten und anderen Ratschläge erteilen ist dumm.
[1] „Modicus cibi, medicus sibi.“
Wer maßvoll beim Essen ist, ist sich / sein eigener Arzt.
[1] „Sibi quisque proximus est.“
Jeder ist sich selbst der nächste.
[1] „Quid sibi clamor ille vult?“ (→ dativus ethicus)
Was bedeutet [wörtlich: will (für) sich] jenes Geschrei?

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch: „sui“ (Zeno.org)

Quellen:

  1. Martialus: Epigrammata 5, 59, 3
  2. Iuvenal: Saturnae 6,457
  3. Phaedrus: Fabulae 1, 9, 1