keine Menschenseele

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

keine Menschenseele (Deutsch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

Nebenformen:

keine Seele

Worttrennung:

kei·ne Men·schen·see·le

Aussprache:

IPA: [ˌkaɪ̯nə ˈmɛnʃn̩ˌzeːlə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild keine Menschenseele (Info)

Bedeutungen:

[1] keine einzige Person

Synonyme:

[1] kein Mensch, niemand
[1] umgangssprachlich: kein Aas
[1] salopp: kein Schwanz, kein Schwein, kein Teufel
[1] derb: keine Sau
[1] veraltend: keine lebendige Seele
[1] schweizerisch, sonst landschaftlich: kein Bein

Beispiele:

[1] „Auch in den Büroräumen zum Posthof hin fand ich keine Menschenseele.[1]
[1] „Und ich schlug ihn nicht auf der Stelle nieder, ich fühlte mich gelähmt und hätte in diesem Augenblick keiner Menschenseele den Garaus machen können.“[2]
[1] „Was ich zu sehen bekam, war trostlos: ein von Unkraut überwucherter Fußballplatz, daneben eine Baracke mit dem Schild »Schiedsrichterklause«, vor Fenster und Türen weiße Gitter, weit und breit keine Menschenseele.[3]
[1] „Auch in Ungarn traf er keine Menschenseele.[4]
[1] „Keiner Menschenseele hatte sie bisher davon etwas gesagt.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Menschenseele
[1] The Free Dictionary „Menschenseele
[1] Duden online „Menschenseele
[1] Redensarten-Index „keine Menschenseele
[1] wissen.de – Wörterbuch „Menschenseele
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalkeine Menschenseele
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4., neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. Band 11, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04114-5, Stichwort »keine [Menschen]seele«, Seite 503.

Quellen:

  1. Günter Grass: Die Blechtrommel. Roman. 323.–372. Tausend, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1964, Seite 180 (Erstausgabe 1962).
  2. Knut Hamsun: Im Märchenland. 1. Auflage. Rütten & Loening, Berlin 1990 (Originaltitel: I Æventyrland. Oplevet og drømt i Kaukasien, übersetzt von Cläre Greverus Mjoën, Gertrud Ingeborg Klett), ISBN 3-352-00299-1, Seite 147 (Norwegisches Original 1903).
  3. Ingo Schulze: Neue Leben. Die Jugend Enrico Türmers in Briefen und Prosa. Roman. 1. Auflage. Berlin Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-8270-0052-1, Seite 104.
  4. Thomas Glavinic: Die Arbeit der Nacht. Roman. 1. Auflage. Carl Hanser Verlag, München/Wien 2006, ISBN 978-3-446-20762-2, Seite 42.
  5. Katharina Adler: Ida. Roman. 1. Auflage. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2018, ISBN 978-3-498-00093-6, Seite 285.