ignobel

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ignobel (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
ignobel ignobler am ignobelsten
Alle weiteren Formen: Flexion:ignobel

Worttrennung:

ig·no·bel, Komparativ: ig·no·b·ler, Superlativ: am ig·no·bels·ten

Aussprache:

IPA: [ɪˈɡnoːbl̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild ignobel (Info)
Reime: -oːbl̩

Bedeutungen:

[1] veraltend: nicht würdig

Herkunft:

Lehnwort aus dem Lateinischen vom Adjektiv ignobilis → la „nicht nobel

Synonyme:

[1] unwürdig, würdelos

Gegenwörter:

[1] würdevoll, würdig

Beispiele:

[1] „Weh’ Ihnen, wenn Sie meine Töchter durch eine ignoble Bekanntschaft blamieren.“[1]
[1] „Der öffentliche Disput zwischen beyden Parteyen ward feierlich gehalten, gegenseitig mit grosser Wärme, drey Tage hindurch, und da die Gegenpartey des Regius sich ignobler Mittel bediente, und ihn und seine Anhänger durch Zischen, Händeklatschen, Auspfeifen, zum Schweigen zu bringen suchte, auch wirklich seine Vertheidigung störte und unterbrach, so schien es, als ob Boetius und seine Partey den Sieg davon getragen habe.“[2]
[1] „Wäre mein Vorschlag durchgeführt und ich verhöhnte hinterdrein den Eunuchen, ich wäre kein Mann, und nichts würde ich für ignobler halten, als die Verspottung des Opfers einer Prozedur, zu der ich selbst zugeredet habe.“[3]
[1] Später – Ende 1426 oder Anfangs 1427– gerieth er doch in des Herzogs Gefangenschaft, wo es ihm auf Schloß Vellenberg, das unter der Obhut des kaiserlichen Pflegers Blasius Ritter von Holz stand, „elend und ignobel“ erging, er saß mit beiden Füßen in Eisen; dann ward er nach Innsbruck geschleppt, mit elendem Gesindel unritterlich zusammengesperrt und mußte mit demselben „das Brod in gleiche Brühe tauchen“.[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wortwarte „ignobel

Quellen:

  1. Johann Nestroy → WP: Der böse Geist Lumpazivagabundus. In: Projekt Gutenberg-DE. Zweiter Akt, Fünfzehnte Szene (URL).
  2. Johann Gottlieb Buhle → WP: Geschichte der neuern Philosophie seit der Epoche der Wiederherstellung der Wissenschaften. Johann Georg Rosenbusch's Wittwe, 1801, Seite 60 (zitiert nach Google Books).
  3. Karl Kraus → WP: Literatur und Lüge. (Erweiterte Ausgabe). Jazzybee Verlag, 2012, ISBN 9783849629861, Seite 153 (zitiert nach Google Books).
  4. Wikisource-Quellentext „Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich: Oswald von Wolkenstein“.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: Gobelin, ignoble