Woilach

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Woilach (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Woilach die Woilache
Genitiv des Woilachs der Woilache
Dativ dem Woilach den Woilachen
Akkusativ den Woilach die Woilache

Worttrennung:

Woi·lach, Plural: Woi·la·che

Aussprache:

IPA: [ˈvɔɪ̯ˌlaχ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] grobe Pferdedecke aus Wolle, die als Unterlage für den Sattel dient

Herkunft:

Entlehnung des russischen войлок (vójlok) → ru „Filz“ (früher „Satteldecke“), das auf turkotatarisch oilyk „Decke“ zurückgeht[1]

Synonyme:

[1] Pferdewoilach (verdeutlichendes Kompositum)

Sinnverwandte Wörter:

[1] Satteldecke

Oberbegriffe:

[1] Decke

Beispiele:

[1] „Unter dem Fenster hat ihm Padberg ein paar Woilache hingeworfen und einen Stapel Romane, Besprechungsexemplare.“[2]
[1] „Ich reite die Pferde ohne Sattel, ohne Woilach, ich reite sie nackt, nur mit dem Zaumzeug, ich reite, wie es mir Großvater beibrachte.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Woilach
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Woilach
[1] Meyers Großes Konverſations-Lexikon. Ein Nachſchlagewerk des allgemeinen Wiſſens. Sechſte, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographiſches Inſtitut, Leipzig/Wien 1905–1909, Stichwort „Woilach“ (Wörterbuchnetz), „Woilach“ (Zeno.org).
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Woilach
[*] canoo.net „Woilach
[1] wissen.de – Wörterbuch „Woilach
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „Woilach“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Woilach
[1] Duden online „Woilach
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1945.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Fremdwörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 10., aktualisierte Auflage. Band 5, Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2010, ISBN 978-3-411-04060-5, DNB 1007274220, Seite 1091.

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 7. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4, Stichwort „Woilach“.
  2. Hans Fallada: Bauern, Bonzen und Bomben. Roman. Aufbau, Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-2793-9, Seite 335. Erstveröffentlichung 1931.
  3. Erwin Strittmatter: Der Laden. Roman. Aufbau Verlag, Berlin/Weimar 1983, Seite 328. Kursiv gedruckt: nackt.