Verdikt

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Verdikt (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Verdikt

die Verdikte

Genitiv des Verdiktes
des Verdikts

der Verdikte

Dativ dem Verdikt
dem Verdikte

den Verdikten

Akkusativ das Verdikt

die Verdikte

Worttrennung:

Ver·dikt, Plural: Ver·dik·te

Aussprache:

IPA: [vɛʁˈdɪkt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Verdikt (Info)
Reime: -ɪkt

Bedeutungen:

[1] früher: Urteil, Urteilsspruch
[2] stark negative Beurteilung

Herkunft:

im 19. Jahrhundert von englisch verdict → en entlehnt, das über altfranzösisch voirdit auf lateinisch vērē dictum → la (wörtlich: „wahrhaft gesprochen“) zurückgeht[1]

Gegenwörter:

[2] Bestätigung

Oberbegriffe:

[1] Urteil
[2] Beurteilung, Verurteilung

Beispiele:

[1] Die Geschworenen waren wegen eines Mangels ihres Verdiktes zurückgesendet und schrieben ihr verbessertes Verdikt unmittelbar unter das erste.[2]
[2] Kritiker sehen den Richterspruch als politisches Verdikt.
[2] „Für einen Mann wie Hannibal, der sich laut Livius […] durch seine Areligiosität auszeichnete […], war die zustande gebrachte Aktionsgemeinschaft eine erstaunliche Leistung. Am livianischen Verdikt lässt sich noch die Ratlosigkeit der Römer erkennen über das mittelmeerumspannende Gewitter, das sich über der Stadt am Tiber zusammenbraute.“[3]
[2] "Das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig" [4]
[2] „Ohne diese Schlüsselworte wurde jedes Argument mit einem Verdikt aus ebendiesem Vokabelschatz abgeschmettert.“[5]
[2] „Ein ähnliches Verdikt traf ihn nach der Machtübernahme der Nazis in Hamburg.“[6]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Verdikt
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Verdikt
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Verdikt
[1] The Free Dictionary „Verdikt
[1, *] Duden online „Verdikt
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalVerdikt

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Verdikt“, Seite 951.
  2. Goltdammer's Archiv für Strafrecht, Band 17. Abgerufen am 23. März 2014.
  3. Pedro Barceló: Kleine römische Geschichte. Sonderausgabe, 2., bibliographisch aktualisierte Auflage. Primus Verlag, Darmstadt 2012, ISBN 978-3534250967, Seite 35.
  4. Günter Grass: Was gesagt werden muss. Vers 22, 2012
  5. Ulla Hahn: Spiel der Zeit. Roman. 1. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2014, ISBN 978-3-421-04585-0, Seite 264f.
  6. Yves Buchheim, unter Mitarbeit von Franz Kotteder: Buchheim. Künstler, Sammler, Despot: Das Leben meines Vaters. Heyne, München 2018, ISBN 978-3-453-20197-2, Seite 213.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: verdickt, vertickt