Totenhemd

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Totenhemd (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Totenhemd die Totenhemden
Genitiv des Totenhemdes
des Totenhemds
der Totenhemden
Dativ dem Totenhemd
dem Totenhemde
den Totenhemden
Akkusativ das Totenhemd die Totenhemden
[1] Edvard Grieg im Totenhemd

Worttrennung:

To·ten·hemd, Plural: To·ten·hem·den

Aussprache:

IPA: [ˈtoːtn̩ˌhɛmt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Totenhemd (Info)

Bedeutungen:

[1] einem Kittel oder Hemd ähnelnde Oberbekleidung, die eine verstorbene Person nach dem Tode trägt und in der sie bestattet wird

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Stamm des Substantivs Toter, Tote und dem Substantiv Hemd sowie dem Fugenelement -en

Synonyme:

[1] das letzte Hemd, Leichenhemd, Sterbehemd fachsprachlich: Talar

Sinnverwandte Wörter:

[1] Leichentuch, Totengewand, Totenkleid

Gegenwörter:

[1] Taufkleid

Oberbegriffe:

[1] Bestattungswäsche, Hemd, Leichenkleidung, Totenkleidung

Beispiele:

[1] Das bisher am Körper fixierte Tuch entwickelte sich aufgrund individueller Zuschnitte zu körpernahen Kleidungsstücken, etwa zu kittelartigen Totenhemden.[1]
[1] „Auf dem Land bekommt der Bräutigam zur Hochzeit schon mal ein Totenhemd geschenkt, der Münchner trägt auf seiner letzten Reise lieber den Hochzeitsanzug auf.“[2]
[1] Das Totenhemd wird vom besten, feinsten Linnen genommen, hat lange Ärmel und je ein 2 — 3 cm breites, schwarzes Seidenband vorn an den Handgelenken.[3]
[1] „Man verfault wieder standesgemäß, in langsam morsch werdendem Holz, im Totenhemd oder im Frack ohne Rücken und im Totenkleid aus weißem Crêpe de Chine.“[4]

Sprichwörter:

das Totenhemd hat keine Taschen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Totenhemd
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Totenhemd
[1] Duden online „Totenhemd
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalTotenhemd

Quellen:

  1. Aeternitas, Totenkleidung. Abgerufen am 26. Juni 2016.
  2. Michael Kubitza: Tot in München. Friedhofsgeschichte(n) aus acht Jahrhunderten. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2014, Seite 38.
  3. Zeitschrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde, Bände 3-4, 1906. Abgerufen am 26. Juni 2016.
  4. Erich Maria Remarque: Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend. Roman. 5. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, ISBN 3-462-02725-5, Seite 102. Erstmals 1956 erschienen.