Spielpartner

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Spielpartner (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Spielpartner

die Spielpartner

Genitiv des Spielpartners

der Spielpartner

Dativ dem Spielpartner

den Spielpartnern

Akkusativ den Spielpartner

die Spielpartner

[1] Spielpartner beim Beachvolleyball (Peking 2008)
[2] Spielpartner beim Kuck-Kuck-Spiel (Gemälde von G. Iakovidis 1895)

Worttrennung:
Spiel·part·ner, Plural: Spiel·part·ner

Aussprache:
IPA: [ˈʃpiːlˌpaʁtnɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Spielpartner (Info)

Bedeutungen:
[1] Person, die in einer Paarung mit einer anderen in einem Spielgeschehen kooperiert, auch gegen Spielgegner
[2] Spieler, die miteinander ein Spiel betreiben

Herkunft:
Determinativkompositum aus den Substantiven Spiel und Partner

Sinnverwandte Wörter:
[1, 2] Mitspieler, Spielgefährte, Spielkamerad

Gegenwörter:
[1] Alleinspieler, Gegenspieler, Spielgegner

Weibliche Wortformen:
[1, 2] Spielpartnerin

Oberbegriffe:
[1] Partner

Unterbegriffe:
[1] Doppelkopfpartner
[1, 2] Tennispartner
[2] Bridgepartner

Beispiele:
[1] „Konfliktgegner sind auf dieser Ebene die beiden Spielpartner, wobei vermerkt werden muß, dass beide nur durch das Spiel miteinander in Konflikt geraten.“[1]
[1] „Denn bei einem Spiel zweier Gruppen mit einem Ball auf zwei Ziele […] müssen die Spielpartner als Mitspieler einander helfen.“[2]
[1] „Sie fordern auf, gerecht und fair zu sein, dem für alle verbindlichen Spielgedanken zu folgen, den Gegenspieler dabei nicht als Feind, sondern als Spielpartner zu sehen.“[3]
[1] „Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink will im kommenden Jahr mit einem neuen Spielpartner angreifen.“[4]
[1] „Er trieb sich mit seinem Spielpartner Branden Grace am Samstag regelrecht zu Top-Leistungen an.“[5]
[2] „Die ausgeformten Spiele (games), die eine bestimmte Regel oder einen festgelegten Verlauf haben, sind zum größten Teil auf Spielpartner angewiesen.“[6]
[2] „Sandspiel und Bauen, Spiele mit Farben, Ton und Knete lassen sich besonders gut auf die Weise betreiben, die das Parallelspiel charakterisiert, die also ermöglicht, dass die Kinder beieinander sind, einander zugucken, sich auch gegenseitig in Gang halten, aber nicht aufeinander als Spielpartner angewiesen sind.“[7]
[2] „Die Spielinhalte beruhen auf realen Erfahrungen, die in vorgestellten Situationen reproduziert und durch die Interaktionen mit realen Spielpartnern mit unterschiedlichen Erfahrungen, Erwartungen und Bedürfnissen modifiziert werden.“[8]
[2] „Jeder Raum, ob Wald, Stube oder Strand, kann zum Spielraum, jeder Partner, ob Tier, Mensch, Wasser oder Fels, kann zum Spielpartner, jedes Instrument, ob Fahrrad, Auto oder Rasenmäher, kann zum Spielgerät werden.“[9]
[2] „Das ist ja eine Sorge vieler Eltern: Mensch, hoffentlich bekommt unser Sprößling einen Spielpartner.“[10]
[2] „Je klarer der zeitliche und örtliche Rahmen der Begegnung festgesetzt ist, desto lustvoller können die Spielpartnerinnen und Spielpartner sich darauf einlassen, ihr gewöhnliches Ich für eine Weile zu transzendieren.“[11]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Spielpartner
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSpielpartner
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Spielpartner

Quellen:

  1. Volker Gold u.a.: Kinder spielen Konflikte. Luchterhand, Neuwied 1975, ISBN 3-4725-8012-7, Seite 61.
  2. Günter Hagedorn: Spielen. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-4991-8603-9, Seite 241.
  3. Siegbert A. Warwitz, Anita Rudolf: Vom Sinn des Spielens. Reflexionen und Spielideen. Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1664-5, Seite 253.
  4. dpa: dpa-Nachrichtenüberblick Sport. In: Zeit Online. 27. September 2013, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 17. Juli 2018).
  5. dpa: PGA Championship: Kaymer als Fünfter noch mit Siegchancen. In: Zeit Online. 16. August 2015, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 17. Juli 2018).
  6. Andreas Flitner: Spielen - Lernen. Praxis und Deutung des Kinderspiels. Piper, München-Zürich 1996, ISBN 3-492-20022-2, Seite 95.
  7. Andreas Flitner: Spielen - Lernen. Praxis und Deutung des Kinderspiels. Piper, München-Zürich 1996, ISBN 3-492-20022-2, Seite 98.
  8. Volker Gold u.a.: Kinder spielen Konflikte. Luchterhand, Neuwied 1975, ISBN 3-4725-8012-7, Seite 114.
  9. Siegbert A. Warwitz, Anita Rudolf: Vom Sinn des Spielens. Reflexionen und Spielideen. Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1664-5, Seite 34.
  10. Monka Putschoegl: Partner gesucht. In: Zeit Online. 28. Februar 2002, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 17. Juli 2018).
  11. Pascal Schaefers: Der vielleicht ehrlichste Job der Welt. In: Zeit Online. 10. Dezember 2017, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 17. Juli 2018).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: Partnerspiel