Sinnlosigkeit

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Sinnlosigkeit (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Sinnlosigkeit

Genitiv der Sinnlosigkeit

Dativ der Sinnlosigkeit

Akkusativ die Sinnlosigkeit

Worttrennung:

Sinn·lo·sig·keit, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈzɪnloːzɪçkaɪ̯t]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Sinnlosigkeit (Info)

Bedeutungen:

[1] das Fehlen von Bedeutung; das Nichterfüllen eines Zwecks; die Eigenschaft sinnlos zu sein

Herkunft:

Ableitung von sinnlos mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -igkeit

Sinnverwandte Wörter:

[1] Entbehrlichkeit, Nutzlosigkeit, Unsinn, Unsinnigkeit, Vergeblichkeit, Widersinnigkeit, Zwecklosigkeit

Gegenwörter:

[1] Sinnhaftigkeit, Sinnhaltigkeit

Beispiele:

[1] Der Frust über die Sinnlosigkeit der Aktion sorgte für Streit.
[1] „Angenommen, man sagt sich, daß alles sinnlos ist, dann kann es nicht ganz sinnlos sein, weil man sich bewußt ist, daß es sinnlos ist, und dieses Bewußtsein von Sinnlosigkeit gibt ihm fast einen Sinn.“[1]
[1] „Die Flucht vor der Qual der Sinnlosigkeit des täglichen Lebens führt in die menschenfeindlichsten Landschaften der Erde, in das vegetationslose Hochgebirge mit seinem ewigen Eis und Schnee, seinen unsichtbaren Gletscherspalten, seinen abweisenden Wänden und Graten, seinen gefährlichen Steinschlägen und Lawinen, seiner mörderischen Kälte und Hitze, seinen Stürmen und Wetterschlägen.“[2]
[1] „Man kann hier natürlich sagen, das Tier sei zu töricht, um die Sinnlosigkeit seines Verfahrens einzusehen.“[3]
[1] „Drei schwarze Vögel verspotten ihn mit einem Lied auf die Sinnlosigkeit alles menschlichen Tuns.“[4]
[1] „Und es ist eine Sinnlosigkeit und ein Verbrechen wider die Natur und Kultur, wenn die westeuropäischen Emigranten nun durchaus in Landarbeiter umgewandelt werden sollen.“[5]
[1] „Zur postmodernen Erfahrung gehört, mit der ständigen Produktion von Sinnlosigkeit fertig zu werden.“[6]
[1] „Es gibt diese Augenblicke, wo man in ein Loch der Sinnlosigkeit stürzt und überlegt, ob nicht alles vertan ist, ob das, was man macht, ein falscher Weg ist.“[7]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt, Sinnlosigkeit des Lebens

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Sinnlosigkeit
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sinnlosigkeit
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSinnlosigkeit
[1] The Free Dictionary „Sinnlosigkeit
[1] Duden online „Sinnlosigkeit

Quellen:

  1. Charles Bukowski: Ausgeträumt. Roman. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1997 (übersetzt von Carl Weissner), ISBN 3-423-12342-7, Seite 137.
  2. Siegbert A. Warwitz: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten.. Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, Seite 98.
  3. Wolfgang Köhler: Intelligenzprüfungen an Menschenaffen. Springer, Berlin 1963 [1917], Seite 81.
  4. Rolf Fath: Reclams Opernlexikon. Directmedia Publikation, Berlin 2001 [1998], Seite 22559.
  5. Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Aufbau-Taschenbuch-Verlag, Berlin 1999 [1939], Seite 126.
  6. Dirk Pilz: Das Theater mit den Mikroports. Berliner Zeitung, Berlin 04.08.2005
  7. Thomas Leinkauf: Ich möchte die schönen Frauen betören. Berliner Zeitung, Berlin 23.07.2005