Schikane

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Schikane (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Schikane

die Schikanen

Genitiv der Schikane

der Schikanen

Dativ der Schikane

den Schikanen

Akkusativ die Schikane

die Schikanen

[2] Schikane am alten Hockenheimring

Worttrennung:

Schi·ka·ne, Plural: Schi·ka·nen

Aussprache:

IPA: [ʃiˈkaːnə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Schikane (Info)
Reime: -aːnə

Bedeutungen:

[1] eine absichtlich gestellte Schwierigkeit, um irgendjemandem etwas zu erschweren; eine hämische Plackerei
[2] Rennsport: besonders schwieriger Streckenabschnitt

Herkunft:

Der Ausdruck „Schikane“ leitet sich vom französischen chicane → fr ab. Das Verb "chicaner" bedeutet eigentlich, das Recht zu verdrehen und meinte, dass jemand einen rechtlichen Weg einschlug. Die eingedeutschte Bedeutung versteht jedoch unter schikanieren, jemandem böswillig Schwierigkeiten zu bereiten. Das Wort ist seit dem 17. Jahrhundert belegt.[1]

Beispiele:

[1] An seinem Arbeitsplatz musste er viele Schikanen erdulden.
[1] „Aber es darf keine Schikane werden.“[2]
[1] „Und sobald er weinte, weil er sich ja nicht wehren durfte, begann die Schikane von neuem.“[3]
[2] In der ersten Schikane verfuhr er sich und verlor dabei viel Zeit.

Redewendungen:

mit allen Schikanen

Wortbildungen:

schikanieren, Schikaneur, schikanös

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Schikane
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schikane
[1] canoonet „Schikane
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchikane
[1, 2] Duden online „Schikane
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort „Schikane“.

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Schikane“, Seite 803.
  2. Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1993, Seite 45. ISBN 3-462-01844-2. Erstveröffentlichung 1928, als Buch 1929.
  3. Angela Bajorek: Wer fast nichts braucht, hat alles. Janosch. Die Biographie. Ullstein, Berlin 2016, ISBN 978-3-550-08125-5, Seite 73. Polnisches Original 2015.