Sakralsprache

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Sakralsprache (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Sakralsprache die Sakralsprachen
Genitiv der Sakralsprache der Sakralsprachen
Dativ der Sakralsprache den Sakralsprachen
Akkusativ die Sakralsprache die Sakralsprachen

Worttrennung:

Sa·k·ral·spra·che, Plural: Sa·k·ral·spra·chen

Aussprache:

IPA: [zaˈkʀaːlˌʃpʀaːχə]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Sprache, die bei sakralen Handlungen/Gottesdiensten verwendet wird

Herkunft:

Determinativkompositum aus sakral und Sprache

Sinnverwandte Wörter:

[1] Kirchensprache, Kultsprache, Liturgiesprache, Ritualsprache

Oberbegriffe:

[1] Sprache

Beispiele:

[1] „Durch die Jahrhunderte hat das Hebräische seine Rolle als Sakralsprache (…) beibehalten, und es ist das universale Symbol kultureller Identität für das Judentum in aller Welt.“[1]
[1] „Die Sakralsprache, die sich als liturgische Sprache an Gott richtet, erzielt nicht in erster Linie Mitteilung in menschlichem Sinne.“[2]
[1] „Da Irland nie zum Römischen Reich gehört hatte, wurde die lateinische Sprache und die lateinische Schrift dort erst mit der Christianisierung als Sakralsprache eingeführt.“[3]
[1] „Mit dem Hebräisch-Aramäischen besaßen die Juden eine eigene Sakral- und Hochsprache, die sie nicht nur im synagogalen Gottesdienst und für die Gebete gebrauchten, sondern ebenso zum Verfassen rabbinischer Dokumente wie z. B. Responsa.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Sakralsprache
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sakralsprache

Quellen:

  1. Harald Haarmann: Kleines Lexikon der Sprachen. Von Albanisch bis Zulu. Beck, München 2001, Seite 162. ISBN 3-406-47558-2. Abkürzungen aufgelöst.
  2. http://www.zenit.org/article-13685?l=german
  3. Ulrike Peters: Kelten. Ein Schnellkurs. DuMont, Köln 2011, ISBN 978-3-8321-9319-5, Seite 71.
  4. Roland Gruschka: Westjiddisch an Rhein und Main und im übrigen Europa. In: Monika Grübel, Peter Honnen (Herausgeber): Jiddisch im Rheinland. Klartext, Essen 2013, ISBN 978-3-8375-0886-4, Seite 15-40, Zitat Seite 15.