Sänfte

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Sänfte (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Sänfte die Sänften
Genitiv der Sänfte der Sänften
Dativ der Sänfte den Sänften
Akkusativ die Sänfte die Sänften
[1] Sänfte mit Trägern

Worttrennung:

Sänf·te, Plural: Sänf·ten

Aussprache:

IPA: [ˈzɛnftə], Plural: [ˈzɛnftn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Beförderungsmittel für Personen, bei denen sich ein Gestell auf Stangen befindet, die von Menschen oder Lasttieren getragen werden

Herkunft:

mittelhochdeutsch „senfte“, althochdeutsch „semftī“ „Ruhe, Gemächlichkeit, Sanftheit“, ab 16. Jahrhundert in der heutigen Bedeutung, während die alte Bedeutung nach dem 18. Jahrhundert fehlt. Belegt seit dem 8. Jahrhundert.[1]

Synonyme:

[1] Tragsessel, Tragstuhl

Oberbegriffe:

[1] Beförderungsmittel

Unterbegriffe:

[1] Howdah, Sedia gestatoria

Beispiele:

[1] Früher reisten die Könige und hohe Adelige in Sänften.
[1] „Und als es still bleibt über ihm, blickt er auf, aber der Vorhang der Sänfte, durch den der Heilige Vater zu ihm gesprochen hat, ist zugezogen worden.“[2]
[1] „Lambe ritt dann ohne Sattel auf einem Pferd, das ihm zur Verfügung gestellt wurde, während der König in einer Sänfte getragen wurde, die mit einem Baldachin und Vorhängen aus golddurchwirktem Stoff versehen war.“[3]

Wortbildungen:

Sänftenträger

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Sänfte
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sänfte
[*] canoo.net „Sänfte
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSänfte
[1] The Free Dictionary „Sänfte

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Sänfte“.
  2. Gerd Hofmann: Casanova und die Figurantin. Novelle. Verlag Eremiten-Presse, Düsseldorf 1987, ISBN 3-87365-232-3, Seite 34.
  3. Robert Harms: Das Sklavenschiff. Eine Reise in die Welt des Sklavenhandels. C. Bertelsmann Verlag, ohne Ort 2004, ISBN 3-570-00277-2, Seite 225.