Proselyt

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Proselyt (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Proselyt

die Proselyten

Genitiv des Proselyten

der Proselyten

Dativ dem Proselyten

den Proselyten

Akkusativ den Proselyten

die Proselyten

Worttrennung:
Pro·se·lyt, Plural: Pro·se·ly·ten

Aussprache:
IPA: [pʁozeˈlyːt]
Hörbeispiele:
Reime: -yːt

Bedeutungen:
[1] Neues Testament: „ein vom Heidentum zum Judentum Bekehrter“[1]
[2] Person, die in eine Glaubensgemeinschaft eingetreten ist

Herkunft:
von griechisch προσήλυτος (prosélytos) → grc „Hinzugekommener, Fremdling“, speziell auch: „ein vom Heidentum zum Judentum Bekehrter“[2]

Synonyme:
[2] Konvertit

Beispiele:
[1] „Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde, und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia.“[3]
[1] „Die bekannteste - die des syrischen Proselyten Onkelos - wird merkwürdigerweise noch heute in den gebräuchlichen Bibelexemplaren der Juden meist neben den hebräischen Text gedruckt.“[4]
[2] Dieser fing an, ihm den katholischen Lehrbegriff vorzutragen, der Proselyt packte ihn und fraß ihn auf. (Jakob Michael Reinhold Lenz, Der Landprediger, Anhang, z.n. Projekt Gutenberg)
[2] Leider hat mein teurer Proselyt, der erst fünfundzwanzig Jahre alt ist, monatlich nur sieben Zechinen, von denen er nicht leben kann; denn seit seinem Religionswechsel empfängt er gar nichts mehr von seinen Verwandten, denen seine sogenannte Abtrünnigkeit ein Greuel ist. (Casanova, Erinnerungen, Band 2, Fünftes Kapitel, z.n. Projekt Gutenberg)

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Proselyt
[1] canoonet „Proselyt
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort „Proselyt“.

Quellen:

  1. Wilhelm Gemoll: Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch. 6. Auflage durchgesehen und erweitert von Karl Vretska. Freytag Verlag/ Hölder-Pichler-Tempsky, München/ Wien 1957, S. 645.
  2. Siehe Anmerkung 1.
  3. Neues Testament, Apostelgeschichte 6, 5.
  4. Salcia Landmann: Jiddisch. Das Abenteuer einer Sprache. Ullstein, Frankfurt/Main, Berlin 1988, ISBN 3-548-35240-5, Seite 68.