Nordpol

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Nordpol (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Nordpol die Nordpole
Genitiv des Nordpols
des Nordpoles
der Nordpole
Dativ dem Nordpol
dem Nordpole
den Nordpolen
Akkusativ den Nordpol die Nordpole
[1] der geographische Nordpol als Schnittpunkt der geraden Linien
[2] sichtbargemachter Nordpol (N) und Südpol (S) eines Stabmagneten

Anmerkung zur Deklination:

die alternativen Wortformen Nordpoles und Nordpole werden in aktuellen Nachschlagewerken nicht mehr geführt[1], sie waren aber im 19. Jahrhundert durchaus gebräuchlich, wie Beispiele belegen.

Worttrennung:

Nord·pol, Plural: Nord·po·le

Aussprache:

IPA: [ˈnɔʁtˌpoːl]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Nordpol (österreichisch) (Info) Plural: Lautsprecherbild Nordpole (österreichisch) (Info)

Bedeutungen:

[1] Punkt der Erde, der am weitesten im Norden liegt
[2] Physik, Elektromagnetismus: Punkt eines Magneten, an dem die Feldlinien nach gängiger Definition austreten

Abkürzungen:

[2] N

Herkunft:

Determinativkompositum aus Nord und Pol

Gegenwörter:

[1, 2] Südpol

Oberbegriffe:

[1, 2] Pol

Unterbegriffe:

[1] geographischer Nordpol, magnetischer Nordpol

Beispiele:

[1] Der Nordpol der Erde liegt inmitten des Arktischen Ozeans.
[1] „Der Nordpol ist kein Festland, ist nicht mit dem Nordkap zu verwechseln und, anders als der Südpol, nicht von Bergen umgeben.“[2]
[1] „Sein Südpol ist weit stärker mit Festland bedeckt als der Nordpol, der nur aus einem kleinen Landkäppchen besteht.“[3]
[2] Bei vielen Magneten ist der Nordpol rot markiert.
[2] „Wurde diese Spirale mit einem Ende, das wir A nennen wollen, dem Nordpole eines Magnetes genähert, so entstand in ihr ein Strom von der Richtung, die er gehabt hätte, wenn man mit dem Nordpole in die Spirale, und zwar an eben diesem Ende A, hineingefahren wäre, wobei es gleichgültig war, ob die Spirale in der Verlängerung des Magnetschenkels oder wie immer lothrecht auf denselben sich befand, oder aber über die beiden Schenkel des Magnetes so gelegt wurde, dass das Ende A den Nordpol berührte. [...] Schon bei dem ersten Versuche, als der Cylinder in der Richtung der Verlängerung des Nordpoles an diesen angelegt wurde, erhielt ich einen sehr schwachen Strom, jedoch von der früheren Richtung, woraus gefolgert werden konnte, dass der um die Spirale entstandene Magnetismus des Cylinders die directe Wirkung des Nordpoles auf die Spirale grössentheils aufgehoben habe, weil es sich gerade so nehmen lässt, als wenn man einen Nordpol in die Spirale und einen zweiten in derselben Richtung um die Spirale geschoben hätte.“ (1854)[4]
[2] „Bei der Erdaxe ist die Richtung nach dem Nordpole zu verstanden, und das negative Zeichen des entsprechenden Moments zeigt an, dass die magnetische Axe einen stumpfen Winkel mit jener macht, d. i. dass ihr magnetischer Nordpol nach Süden gekehrt ist.“ (1867)[5]
[2] „In Europa war die Abweichung des Nordpoles der Magnetnadel vom astronomischen Meridian im sechzehnten Jahrhundert östlich; die Nadel näherte sich von da an fortwährend der Mittagslinie, und die Abweichung ging sodann in eine westliche über, die bis zu einem Maximum zunahm, hierauf aber wieder abnahm.“ (1842)[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] geografischer/magnetischer Nordpol

Wortbildungen:

[1] Nordpol der Unzulänglichkeit

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Nordpol
[2] Wikipedia-Artikel „Magnet
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Nordpol
[1] canoo.net „Nordpol
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonNordpol
[1] The Free Dictionary „Nordpol

Quellen:

  1. Duden online „Nordpol“, canoo.net „Nordpol
  2. Tilman Bünz: Wer das Weite sucht. Skandinavien für Fortgeschrittene. btb Verlag, München 2012, ISBN 978-3-442-74359-9, Seite 126.
  3. Jules Verne: Reise um den Mond. Verlag Bärmeier und Nickel, Frankfurt/Main ohne Jahr (Copyright 1966), Seite 257.
  4. Professor Petrìna: Beiträge zur Physik. (Aus dem Junihefte des Jahrganges 1854 der Sitzungberichte der mathem.-naturw. Classe der kais. Akademie der Wissenschaften [Bd. XIII, S. 332] besonders abgedruckt.). 1854, S. 11f.
  5. Carl Friedrich Gauß - Werke - Fünfter Band. Herausgegeben von der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, 1867, S. 164.
  6. Andreas Baumgartner, und Andreas von Ettingshausen: Die Naturlehre nach ihrem gegenwärtigen Zustande mit Rücksicht auf mathematische Begründung. Siebente Auflage. Wien, 1842, S. 372