Kelch
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Kelch (Deutsch)
[Bearbeiten]Substantiv, m
[Bearbeiten]| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Kelch | die Kelche |
| Genitiv | des Kelchs des Kelches |
der Kelche |
| Dativ | dem Kelch dem Kelche |
den Kelchen |
| Akkusativ | den Kelch | die Kelche |
Worttrennung:
- Kelch, Plural: Kel·che
Aussprache:
Bedeutungen:
- [1] relativ schlankes Trinkgefäß mit hohem Stiel
- [2] oben offenes liturgisches Gefäß
- [3] Botanik, Morphologie: Gesamtheit der Kelchblätter einer ungleichartigen Blütenhülle eines Bedecktsamers
Herkunft:
- mittelhochdeutsch: kelch, kelich; althochdeutsch kelih; von gleichbedeutend lateinisch: calix → la im 8. Jahrhundert entlehnt; mit griechisch: κάλυξ (kályx) = Blumenkelch verwandt [1][2]
Synonyme:
- [1] Kelchglas
- [3] wissenschaftlich: Calyx, Blütenkelch
Gegenwörter:
- [3] Kohyponyme: Krone, Perigon
Oberbegriffe:
- [1] Trinkgefäß, Trinkglas
Unterbegriffe:
- [1] Giftkelch, Sektkelch, Silberkelch, Weinkelch
- [1, 2] Abendmahlkelch/Abendmahlskelch
Beispiele:
- [1] Er nahm den Kelch und trank.
- [1] „Unsere Kaffeetassen und Blechbecher klingen beim Anstoßen nicht gerade wie Kelche, und natürlich ist der Sekt viel zu warm.“[3]
- [1] „Eine Flasche Champagner stand zum Kühlen in einem silbernen Eimer auf dem roten Teppich, während einer der Herren, der Fetteste der Bande, seinen kristallenen Kelch erhob, wobei er sich seinen Konfratres zuwendete.“[4]
- [2] „Die Teilnahme an seinem Opfermahl bedeutet nicht nur, die von Ihm vollzogene Geste zu wiederholen, sondern von dem gleichen Kelch zu trinken und an seinem Opfer teilzuhaben.“[5]
- [3] Der Kelch hat die Funktion, die inneren Teile der Blüte im Knospenzustand zu schützen.
Redewendungen:
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] bitterer Kelch
Wortbildungen:
Übersetzungen
[Bearbeiten] [1] Trinkgefäß mit hohem Stiel
|
[3] alle Kelchblätter einer Blütenhülle
- [1–3] Wikipedia-Artikel „Kelch“
- [3] Wikipedia-Artikel „Kelchblätter“
- [1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kelch“
- [*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Kelch“
- [1] The Free Dictionary „Kelch“
- [1, (2), 3] Duden online „Kelch“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Kelch“
Quellen:
- ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 401.
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 483.
- ↑ Christian Graf von Krockow: Die Stunde der Frauen. Bericht aus Pommern 1944 bis 1947. Nach einer Erzählung von Libussa Fritz-Krockow. 11. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/München 2000, ISBN 3-421-06396-6, Seite 88. Erstauflage 1988.
- ↑ Julien Green: Leviathan. Roman. Süddeutsche Zeitung, München 2004 (übersetzt von Eva Rechel-Mertens), ISBN 3-937793-50-X, Seite 63. Ersterscheinung 1986; französisch 1985.
- ↑ aus: Vatican. Zitiert nach: Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Kelch“, 31. Januar 2011
