Initiale

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Initiale (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Initiale

die Initialen

Genitiv der Initiale

der Initialen

Dativ der Initiale

den Initialen

Akkusativ die Initiale

die Initialen

[1] Initiale N

Anmerkung:

seltener wird Initial verwendet[1]

Worttrennung:
Ini·ti·a·le, Plural: Ini·ti·a·len

Aussprache:
IPA: [iniˈt͡si̯aːlə]
Hörbeispiele:
Reime: -aːlə

Bedeutungen:
[1] Anfangsbuchstabe, besonders:
[2] Typografie: ausgeschmückter Anfangsbuchstabe – meist als Großbuchstabe

Herkunft:
Derivation aus Adjektiv initial mit Suffix (Derivatem) -e, entstammt dem Lateinischen initiālis → la für anfänglich, „am Anfang stehend“; zu initium für Anfang, Beginn[2] Das Wort ist seit dem 18. Jahrhundert belegt.[3]

Synonyme:
[1, 2] Anfangsbuchstabe, Initial, Initialbuchstabe
[2] Namenszug, Schmuckbuchstabe, Schmuckelement, Lombarden, Zierbuchstabe

Sinnverwandte Wörter:
[2] Kapitalbuchstabe, Ziermajuskel

Oberbegriffe:
[2] Buchstabe

Unterbegriffe:
[2] Miniatur, Einfache Initiale, Kassetten-Initiale, Verzierte Initiale, Illustrierte Initiale, Überragende Initiale, Eingebaute Initiale, Angesetzte Initiale, Hinterlegte Initiale, figürliche Initiale, Schabloneninitiale

Beispiele:
[1] „Er hat gesagt, er wollte nachsehen, ob seine Initialen noch an einer der Klotüren waren.“[4]
[1] „Drei der älteren Jungs aus seiner Schule - der große Kevin, der kleine Kevin und ihr Anführer, Amir Kindell - waren damit beschäftigt, ihre Initialen in die Holzpfosten der Schaukeln zu schnitzen.“[5]
[1] „Dabei wurden nicht nur die fehlenden Initialen in Form von eher einfach gehaltenen Lombarden nachgetragen.“[6]
[2] „Die Initialen (die Anfangsbuchstaben) nehmen oft eine ganze Seite ein.“[7]
[2] Im Mittelalter wurde in Schriften jeder Kapitelanfang mit einer Initiale begonnen.
[2] Initiale werden im Werksatz als erster Buchstabe von Kapiteln oder Abschnitten verwendet.
[2] Eine Initialzierseite ist die Gestaltung eines Textanfangs durch eine Initiale oder eine Ligatur von mehreren Initialen.
[2] „Die Initiale steht also zu Beginn eines Werkes, eines Kapitels oder eines Absatzes.“[8]
[2] „Er hat nur mit seinen Initialen gezeichnet, die wir beide ohne Mühe entschlüsseln können, und sich damit nicht nur als feige, sondern auch als boshaft erwiesen.“[9]

Wortbildungen:
[1] Handschriften-Initiale

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2] Wikipedia-Artikel „Initiale
[1] Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, Seite 838, Stichwort Initialien
[2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Initiale
[2] canoonet „Initiale
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonInitiale

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7 - Seite 881
  2. www.uta.fi
  3. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Initialen“, Seite 441.
  4. J. D. Salinger: Der Fänger im Roggen. Roman. 19. Auflage. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2014, ISBN 978-3-499-23539-9, Seite 214. Englisches Original 1951.
  5. David Whitehouse: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek. Tropen, Stuttgart 2015 (übersetzt von Dorothee Merkel), ISBN 978-3-608-50148-3, Zitat Seite 43.
  6. Dem Vergessen entrissen! Spätmittelalterliche Bücherschätze aus Duderstädter Sammlungen. Von Butterbriefen, Aderlass und Seelenheil. Herausgegeben im Auftrag der Propstei St. Cyriakus Duderstadt, der Stadt Duderstadt und des Heimatvereins Goldene Mark e.V. von Sandra Kästner, Frank-Joachim Stewing, Monika Suchan und Monika Tontsch; Auswahl und Texte Frank-Joachim Stewing. Mecke, Duderstadt 2018, ISBN 978-3-86944-184-9, Seite 40.
  7. Ulrike Peters: Kelten. Ein Schnellkurs. DuMont, Köln 2011, ISBN 978-3-8321-9319-5, Seite 133.
  8. Erhardt D. Stiebner, Helmut Huber, Heribert Zahn: Ein Schriftmusterbuch. Schriften + Zeichen. 4. Auflage. Bruckmann, München 1993, Seite 16. ISBN 3-7654-1837-4.
  9. François Garde: Was mit dem weißen Wilden geschah. Roman. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-66304-8, Seite 241. Französisches Original „Ce qu'il advint du sauvage blanc“ 2012. weißen Wilden im Titel kursiv.