Elite

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Elite (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Elite die Eliten
Genitiv der Elite der Eliten
Dativ der Elite den Eliten
Akkusativ die Elite die Eliten

Worttrennung:

Eli·te, Plural: Eli·ten

Aussprache:

IPA: [eˈliːtə]
IPA österreichisch: auch [eˈlɪtə][1]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Elite (Info)

Bedeutungen:

[1] kleine Gruppe, die eine sozial sehr hohe Stellung hat

Herkunft:

im 17. Jahrhundert von französisch élite → fr „das Auserwählte“ entlehnt, dem lateinisch ēligere → la „auswählen“ zugrunde liegt[2]

Gegenwörter:

[1] Masse, Durchschnitt
[1] umgangssprachlich: Fußvolk

Unterbegriffe:

[1] Funktionselite, Parteielite, Weltelite

Beispiele:

[1] An den deutschen Universitäten sollen sich die Eliten von morgen herausbilden.
[1] „Was die Eliten verbockt haben, soll das Volk ins Lot bringen.“[3]
[1] Der Philosoph Konrad Paul Liessmann hat kein Lob für die Eliten übrig.[4]
[1] „Zumindest in Österreich-Ungarn und Rußland scheint die dortige innenpolitische Dauerkrise die Bereitschaft unter den Eliten erhöht zu haben, der Endzeitstimmung durch den Schritt zum Krieg zu entkommen.“[5]
[1] „Für die Ausübung ihrer Macht waren die Kolonialstaaten daher auf lokale Eliten angewiesen, an die sie Herrschafts- und Rechtsprechungsbefugnisse übertrugen.“[6]

Wortbildungen:

elitär, Elitarismus, Elitearmee, Elitebildung, Eliteeinheit, Elitefahrer, Eliteformation, Eliteinternat, Elitemannschaft, Eliterunde, Eliteschicht, Eliteschule, Elitesoldat, Elitetruppe, Eliteuniversität, Eliteverband, Elitismus

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Elite
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Elite
[1] canoo.net „Elite
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonElite

Quellen:

  1. ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. 41., aktualisierte Auflage. ÖBV, Wien 2009, ISBN 978-3-209-06875-0 (Bearbeitung: Otto Back et al.; Red.: Herbert Fussy, Ulrike Steiner), Seite 192.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Elite“, Seite 241.
  3. Herfried Münkler: Alle Macht dem Zentrum. In: DER SPIEGEL. Nummer Heft 27, 2011, Seite 108-109, Zitat Seite 108.
  4. Jochen Rack: Über Eliten (3/4) - Im Echoraum mit Gleichgesinnten. Der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann schließt sich dem Lob der Elite nicht an, das im Bildungsbereich schon lange en vogue ist. Das aktuelle Verständnis von Elite sei "aus dem neoliberalen Geist des Wettbewerbs" geboren und habe der Elite, obwohl sie vielfach versagt habe, eine falsche Aura verliehen. In: Deutschlandradio. 21. Mai 2017 (Interview, URL, abgerufen am 21. Mai 2017).
  5. Stig Förster: Im Reich des Absurden: Die Ursachen des Ersten Weltkrieges. In: Bernd Wegner (Herausgeber): Wie Kriege entstehen. Zum historischen Hintergrund von Staatenkonflikten. 2., durchgesehene Auflage. Ferdinand Schönigh, Paderborn 2003, ISBN 3506744739, Seite 235.
  6. Andreas Eckert: Mission der Gewalt. In: SPIEGEL GESCHICHTE. Nummer Heft 1, 2016, Seite 134-135, Zitat Seite 135.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: eilte, leite, Teile, teile