transdisziplinär

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[Bearbeiten] transdisziplinär (Deutsch)

[Bearbeiten] Adjektiv

Positiv Komparativ Superlativ
transdisziplinär

Anmerkung:

Da die beiden Bedeutungen sehr eng beieinander liegen, ist eine eindeutige Zuordnung von Zitaten zu einer Bedeutung nicht immer möglich.

Worttrennung:

trans·dis·zi·pli·när, keine Steigerung

Bedeutungen:

[1] mehrere Fachbereiche betreffend; oder sogar zwischen den Fachbereichen ohne strenge Abgrenzung liegend[1]
[2] mehrere Fachbereiche und ein Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Nichtwissenschaftlern (wie die Gesellschaft) betreffend

Synonyme:

[1] interdisziplinär

Beispiele:

[1] „Ein interdisziplinäres Vorgehen wird ‚transdisziplinär‘ genannt, wenn es tatsächlich integrationsorientiert ist.“[2]
[1] „Nur auf diesem transdisziplinären Wege ist es möglich, die Linguistik und ihr Untersuchungsobjekt ‚Sprache‘ adäquat zu definieren.“[3]
[1] „Wie kann gewährleistet werden, dass nicht nur transdisziplinär gearbeitet, sondern auch das disziplinäre Fachwissen gepflegt wird, wenn keine disziplinären Module existieren?“[4]
[1] „Da Medien sui generis disziplinen- und fächerübergreifend sind, [...] muss auch die Medienökonomie in ihrem Kern transdisziplinär angelegt sein.“[5]
[1] „Als eine notwendige Bedingung dafür, um überhaupt transdisziplinär arbeiten zu können, sollte das Bewusstsein für die Grenzen der eigenen Disziplin vorhanden sein.“[6]
[2] „Eine interdisziplinäre Kooperation, an der Anwenderinnen und Anwender substantiell beteiligt sind, überschreitet die Grenzen des Wissenschaftssystems und wird deshalb ‚transdisziplinär‘ genannt.“[7]
[2] „Innerhalb dieses Verständnisses geht transdisziplinäre Forschung von gesellschaftlichen Problemstellungen aus, jedoch nicht von Fragen, die ausschließlich wissenschaftsinternen Diskursen entspringen.“[8]
[2] „Charakteristisch für transdisziplinäre Projekte ist einerseits das Überschreiten von Disziplingrenzen, andererseits das Zusammenspiel von gesellschaftlich-politischen und wissenschaftlich-analytischen Entscheidungs- bzw. Problemlösungsprozessen.“[9]
[2] „Transdisziplinär wird das Unterfangen erst, wenn diejenigen mitzumischen beginnen, die mit dem Problem als Nichtwissenschaftler zu tun haben (als unmittelbar und mittelbar Betroffene, als stakeholder).“[10]

Abgeleitete Begriffe:

Transdisziplinarität

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikontransdisziplinär

Quellen:

  1. „Über die Sprachwissenschaft hinaus: Sprache und Linguistik aus transdisziplinärer Sicht“, von Jürgen Broschart, LIT Verlag Berlin-Hamburg-Münster, 2007, S. 23
  2. „Forschungsverbundmanagement: Handbuch für die Gestaltung inter- und transdisziplinärer Projekte“, von Rico Defila, Antonietta Di Giulio, Michael Scheuermann, vdf Hochschulverlag AG, 2006
  3. „Über die Sprachwissenschaft hinaus: Sprache und Linguistik aus transdisziplinärer Sicht“, von Jürgen Broschart, LIT Verlag Berlin-Hamburg-Münster, 2007, S. 24
  4. „Management transdisziplinärer Forschungsprozesse“, von Marc Mogalle, Birkhäuser, 2001
  5. „Medien und Ökonomie“, von Klaus-Dieter Altmeppen, Matthias Karmasin, VS Verlag, 2003
  6. „Transdisziplinarität: Bestandsaufnahme und Perspektiven : Beiträge zur THESIS-Arbeitstagung im Oktober 2003 in Göttingen“, von Frank Brand, Universitätsverlag Göttingen, 2004
  7. „Forschungsverbundmanagement: Handbuch für die Gestaltung inter- und transdisziplinärer Projekte“, von Rico Defila, Antonietta Di Giulio, Michael Scheuermann, vdf Hochschulverlag AG, 2006
  8. WikipediaWiktionary:Literaturliste: Transdisziplinarität (Liste der Autoren)
  9. WikipediaWiktionary:Literaturliste: Transdisziplinarität (Liste der Autoren)
  10. „Transdisziplinarität in Forschung und Praxis: Chancen und Risiken partizipativer Prozesse“, von Rudolf-Christian Hanschitz, Esther Schmidt, VS Verlag, 2009
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