hålla tummarna

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hålla tummarna (Schwedisch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

[1] hålla tummen

Nebenformen:

hålla tummen

Worttrennung:

hål·la tum·mar·na

Aussprache:

IPA: [`hɔlːa `tɵmːaɳa]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] sich intensiv Erfolg wünschen für etwas oder jemanden[1]; jemandem die Daumen halten, drücken[2]; hålla tummarna för någon av hjärtat jemandem Erfolg wünschen[3]; die Daumen mit den anderen Fingern festhalten, dies als Zeichen, dass man jemandem Wohlergehen wünscht, das etwas glücken möge[4]

Herkunft:

Hålla tummarna (die Daumen halten) bedeutet, den Daumen in der Hand einzuschließen. Man glaubte früher, dass das Glück um so sicherer käme, je stärker man den Daumen presste. Diese Vorstellung geht darauf zurück, dass man das Böse als etwas auffasste, dass man einfangen und vernichten kann. Die weisen Frauen nahmen zum Beispiel einem Kranken das Böse ab und knüpften es mit magischen Knoten in ein Stoffstückchen. Danach wurde alles verbrannt. So glaubte man also, dass man die Unglücksdämonen einsperren könne, wenn man den Daumen in der Hand einschloss.[5] Eine andere Quelle führt den Ausdruck auf den uralten germanischen Volksglauben zurück, demzufolge der Daumen der wichtigste Finger war und eine Doppelfunktion hatte. Er konnte Glück bringen, symbolisierte aber auch einen kleinen Kobolt, der Unheil stiften konnte. Um diesen Kobolt in Schach zu halten, damit er anderen nicht schade, schloss man den Daumen in der Hand ein.[6]

Beispiele:

[1] Kronprinsessa Victoria är gravid: Nu får vi alla hålla tummarna.
Kronprinzessin Viktoria ist schwanger: Nun müssen wir alle die Daumen drücken.
[1] Jag håller tummarna för dig, det vet du.
Ich drücke dir die Daumen, dass weißt du.

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Schwedischer Wikipedia-Artikel „Lista över svenska idiomatiska uttryck

Quellen:

  1. Übersetzung aus Norstedt (Hrsg.): Norstedts svenska ordbok. 1. Auflage. Språkdata och Norstedts Akademiska Förlag, 2003, ISBN 91-7227-407-7 "tumme", Seite 1209
  2. Norstedt (Hrsg.): Norstedts stora tyska ordbok. 1. Auflage. Norstedts Akademiska Förlag, 2008, ISBN 978-91-7227-486-0 "tumme", Seite 598
  3. Svenska Akademien (Hrsg.): Svenska Akademiens ordlista över svenska språket. (SAOL). 13. Auflage. Norstedts Akademiska Förlag, Stockholm 2006, ISBN 91-7227-419-0 (Netzausgabe) "tumme", Seite 1007, Netzausgabe
  4. Übersetzung aus Svenska Akademiens Ordbok „tumme
  5. Hellsing, Hellquist, Hallengren: Bevingat. Albert Bonniers Förlag 2000, "tumme", Seite 368
  6. Seite 22 der Worterklärungen auf ffn, der Link ist seit 11/2012 nicht mehr erreichbar