fleddern

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

[Bearbeiten] fleddern (Deutsch)

[Bearbeiten] Verb

  Person Wortform
Präsens ich fleddere
du fledderst
er, sie, es fleddert
Präteritum ich fledderte
Partizip II   gefleddert
Konjunktiv II ich fledderte
Imperativ Singular fleddere!
Plural fleddert!
Hilfsverb   haben
Alle weiteren Formen: fleddern (Konjugation)

Worttrennung:

fled·dern, Präteritum: fled·der·te, Partizip II: ge·fled·dert

Aussprache:

IPA: [ˈflɛdɐn], Präteritum: [ˈflɛdɐtə], Partizip II: [ɡəˈflɛdɐt]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Leichen oder Menschen ausplündern, die nicht verteidigungsfähig sind.
[2] (scherzhaft) Sachen oder Gegenstände hernehmen, die unbeaufsichtigt draußen herumstehen.

Herkunft:

Das Wort kommt von gleichbedeutend „fladern“ aus dem Rotwelschen[1], dort ursprünglich wohl in der Bedeutung „waschen“.[2] Wohl identisch zu mittelhochdeutsch vlederen[3]; belegt ist zudem schon althochdeutsch fledarôn.[4]

Synonyme:

[1] plündern, ausrauben, brandschatzen, überfallen
[2] beklauen, plündern, stibitzen

Beispiele:

[1] Die Räuber hatten das kleine Dorf gebrandschatzt und heftig gefleddert.
[2] Er hatte schon wieder etliche Schraubenzieher von der offenen Baustelle gefleddert.

Abgeleitete Begriffe:

zerfleddern
Fledderer, Fledderin, Leichenfledderei

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „fleddern
[1] canoo.net „fleddern
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonfleddern

Quellen:

  1. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin/ New York 2002, Artikel: Leichenfledderei. ISBN 3-11-017472-3
  2. Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Eintrag „fleddern“.
  3. Vgl. Duden, Das Herkunftswörterbuch, ebd.
  4. Lutz Mackensen: Ursprung der Wörter: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, VMA, 1994, S. 135 (Fledermaus) und S. 439 (zerfleddern).
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitarbeit
Hilfe
Werkzeuge
In anderen Sprachen