brumm

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brumm (Deutsch)[Bearbeiten]

Interjektion, Onomatopoetikum[Bearbeiten]

Worttrennung:

brumm

Aussprache:

IPA:: [bʀʊm]

Der Laut brumm ist ursprünglich ein syllabischer, mit beiden Lippen gebildeter Vibrant, der in einen (beliebig lang gedehnten) stimmhaften bilabialen Nasallaut übergeht. Er gehört zu einer Reihe von Lauten, die es in der gesprochenen Sprache gibt, das Schriftsystem aber nicht angemessen wiedergeben kann. Oftmals hört man aber auch die an der Schreibung orientierte Aussprache.

Hörbeispiele: —
Reime: -ʊm

Bedeutungen:

[1] kindersprachlich: Laut, der beim Nachahmen eines Motorengeräusches entsteht.
[2] kindersprachlich: Laut, der beim Nachahmen eines Bärens entsteht.

Synonyme:

[1] brr

Beispiele:

[1] Brumm! fuhr das Auto los.
[1] „Brumm, brumm, brumm – Paris ist ziemlich dumm.“[1]
[1] „Wenn 99 % der Leute sagen, so ist es richtig – dann mache ich es anders. Ich bin damit immer gut gefahren – brumm brumm![2]
[1] „"Als sie das Modell gesehen hat, da hat sie..." Nein, sie hat eben nicht entzückt "Opel" ausgerufen, das wäre ja zu schön gewesen. Auf ein heiteres "Brumm, brumm" bezieht sich der ganze Vaterstolz.“[3]
[1] „Brumm, macht der Propeller, brumm, brumm.[4]
[1] „Brumm, brumm! Jaguar fahren!“[5]
[2] „Wo Salomonis Tempel stand, / Liegt mancher dicke Stein; / […] / Er sprach: ›Den Stein, den nehm' ich mit!‹ / Der Bär, der macht: Brumm brumm! / Das hilft ihm aber alles nit, / Wir kümmern uns nicht drum.“[6] (Bär muss Reiter und Stein tragen)
[2] „Wenn der Tanzbär tanzen muß, / Tanzt er immer mit Verdruß, / Kann und mag nicht fröhlich sein, / Brummt in seinen Bart hinein: / Brumm brumm brumm.“[7]
[2] „Eines Tages aber stürmte ein großer brauner Bär in die Märchenhöhle. ‚Brumm‘, sagte er und schnaufte heftig dabei, ‚darf ich mich ein wenig an eurem warmen Feuer ausruhen?‘ […] ‚Ich bin Bruno der Bär und Freund des Königs, brumm. Heute war ich ein wenig spazieren im Märchenwald, aber, stellt euch vor, da war ein fremder Jäger, vor dem bin ich geflohen. Brumm brumm.‘“[8]
[2] (Kinderlied:) „Quak quak quak macht der Frosch Frosch Frosch… (hüpfen) / Brumm brumm brumm macht der Bär Bär Bär… (stapfen)“[9]
[2] (Lied, Bären treffen sich im Waschsalon:) „Das gab ein großes Stelldichein… der eine wusch den and‘ren rein… / und alle sangen fröhlich mit, das tolle Bärenlied: / brummbrummbrummbrumm… […]“[10]

Wortbildungen:

Brumm-Brumm

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Ernst J. Havlik: Lexikon der Onomatopöien. Die lautimitierenden Wörter im Comic. Dieter Fricke GmbH, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-88184-036-2, Seite 60, DNB 820443433 (alle Lemmata groß geschrieben, da sie im Comic fast immer in Großbuchstaben stehen (Seite 23)), Stichwort „BRUMM, BRUMMM, BRU-U-UMM“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonbrumm

Quellen:

  1. Nicole Richie in denselben Knast wie Paris?. In: Bild.de. (URL, abgerufen am 30. Juni 2014).
  2. Niki Lauda über „Rush“ mit Daniel Brühl - „Ich bin erschrocken, als ich mein Gesicht sah“. In: FOCUS Online. ISSN 0943-7576 (URL, abgerufen am 30. Juni 2014).
  3. Opel Vectra: Korrekturen geglückt. In: Spiegel Online. ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 30. Juni 2014).
  4. Phantasie nach Höhenflug auf Kampnagel glücklich gelandet - Das Jugendtheater "skampis" spielt Brecht. In: Welt Online. ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 30. Juni 2014).
  5. Eine stürmische Affäre. In: Zeit Online. ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 30. Juni 2014).
  6. Wilhelm Busch: Der heilige Antonius von Padua. In: Werke. Historisch-kritische Gesamtausgabe. Band 2, Hamburg 1959, Achtens. Wallfahrt, Seite 116–117 (online auf zeno.org, abgerufen am 15. Januar 2015)
  7. Hoffmann von Fallersleben: Muß ist eine harte Nuß. In: Lionel von Donop (Herausgeber): Kinderlieder. Mit einem Nachwort von Jürgen Dittmar. Olms, Hildesheim, New York 1976, ISBN 3-487-05681-X, Seite 76, DNB 760355290 (Nachdruck der Ausgabe Berlin, 1877, online auf zeno.org, abgerufen am 19. Januar 2015)
  8. Helga Gruschka: Die Geschichte von Bruno dem Bär im Zauberwald. In: www.gruschka-muenchen.de/. 22. Januar 2010, Seite 2 (pdf: 5), abgerufen am 3. Februar 2015 (pdf, Deutsch).
  9. Stephen Janetzko: Blubb blubb blubb macht der Fisch. In: Kinderlieder-Shop.de. Edition SEEBÄR-Musik Stephen Janetzko, 2002–2014, abgerufen am 15. Januar 2015 (Deutsch, kommerzielle Website).
  10. Reinhold Pomaska: Bärenlied. Seite Blatt 5.1, abgerufen am 19. Januar 2015 (pdf, Deutsch).

Konjugierte Form[Bearbeiten]

Nebenformen:

brumme

Worttrennung:

brumm

Aussprache:

IPA: [bʀʊm]
Hörbeispiele: —
Reime: -ʊm

Grammatische Merkmale:

  • 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv des Verbs brummen
brumm ist eine flektierte Form von brummen.
Die gesamte Flexion findest du auf der Seite Flexion:brummen.
Alle weiteren Informationen findest du im Haupteintrag brummen.