Westjiddisch

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Wechseln zu: Navigation, Suche

[Bearbeiten] Westjiddisch (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, n, kein Plural

Anmerkung:

Die Form „das Westjiddische“ wird nur mit bestimmtem Artikel verwendet. Die Form „Westjiddisch“ wird sowohl mit als auch ohne bestimmten Artikel verwendet.
Kasus Singular Plural
Nominativ (das) Westjiddisch
das Westjiddische
Genitiv (des) Westjiddischs
des Westjiddischen
Dativ (dem) Westjiddisch
dem Westjiddischen
Akkusativ (das) Westjiddisch
das Westjiddische

Silbentrennung:

West·jid·disch, das West·jid·di·sche, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈvɛstˌjɪdɪʃ], [ˈvɛstˌjɪdɪʃə], kein Plural
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Dialekt/Variante des Jiddischen, der sich in Westeuropa und wenigen Bereichen Osteuropas herausgebildet hat

Abkürzungen:

* für das überwiegend in Niederlande, Deutschland und Österreich gesprochene Westjiddisch: yih

Herkunft:

[1] Determinativkompositum aus West und Jiddisch

Gegenwörter:

[1] Ostjiddisch

Oberbegriffe:

[1] Jiddisch

Beispiele:

[1] „Das Westjiddische ist damit praktisch ausgestorben, ohne die Entwicklungsstufe einer voll ausgebildeten Umgangs-, Schrift- und Literatursprache erreicht zu haben.“[1]
[1] „Der Untergang des älteren westlichen Jüdischdeutsch/Westjiddisch im Laufe des 19. Jahrhunderts hängt sprachenpolitisch mit der puristisch-strengen nationalsprachlichen Standardisierung des Deutschen in der Aufklärungszeit und deren Wirksamkeit in der im 19. Jahrhundert für alle obligatorisch gewordenen Volksschule zusammen.“[2]
[1] „Ein großer Teil des lexikalischen Bestandes in beiden jiddischen Hauptdialekten ist mittel- und oberdeutscher Herkunft, wobei teilweise im Westjiddischen andere Wortstämme weiterleben als im Ostjiddischen.“[3]

Abgeleitete Begriffe:

[1] westjiddisch

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1]

Quellen:

  1. Hans Joachim Störig: Abenteuer Sprache. Ein Streifzug durch die Sprachen der Erde. 2., überarbeitete Auflage.Langenscheidt, Berlin/München 1997, S. 220. ISBN 3-581-66936-6.
  2. Peter von Polenz: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Band III: 19. und 20. Jahrhundert. de Gruyter, Berlin/New York 1999, S. 140f. ISBN 3-11-014344-5. Abkürzungen aufgelöst.
  3. Harald Haarmann: Kleines Lexikon der Sprachen. Von Albanisch bis Zulu. Beck, München 2001, S. 196. ISBN 3-406-47558-2. Abkürzungen aufgelöst.

Ähnliche Wörter:

Persönliche Werkzeuge