Sprachraum
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
[Bearbeiten] Sprachraum (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, m
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Sprachraum | die Sprachräume |
| Genitiv | des Sprachraums des Sprachraumes |
der Sprachräume |
| Dativ | dem Sprachraum | den Sprachräumen |
| Akkusativ | den Sprachraum | die Sprachräume |
Worttrennung:
- Sprach·raum, Plural: Sprach·räu·me
Aussprache:
- IPA: [ˈʃpʀaːχˌʀaʊ̯m], Plural: [ˈʃpʀaːχˌʀɔɪ̯̯mə]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] Linguistik: Verbreitungsgebiet einer Sprache oder eines Dialekts
Herkunft:
- Determinativkompositum, zusammengesetzt aus dem Stamm von Sprache und Raum
Sinnverwandte Wörter:
Oberbegriffe:
- [1] Raum
Beispiele:
- [1] „Die erst nach der Siedlung zustandegekommene Bildung des politischen Territoriums hätte die entstehenden Sprachräume und den stattgefundenen Ausgleich stabilisiert und die Vereinheitlichung in größerem Maßstab ermöglicht.“[1]
- [1] „Den vorwiegend aktiven Sprachräumen des Bairischen und Fränkischen stehen die vorwiegend passiven des Alemannischen und Niedersächsischen gegenüber.“[2]
- [1] „Im Südosten darf in jener Zeit - im 3. - 2. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung - der Raum der Balkanhalbinsel als indogermanisch gelten, während der indogermanische Sprachraum im westlichen Südeuropa das Küstengebiet des Mittelmeers kaum hat erreichen können.“[3]
- [1] „Das Althochdeutsche strahlt seinerseits auf die lebenden Nachbarsprachen mehr aus, als es von ihnen aufnimmt, was aus der zentralen Stellung des althochdeutschen Sprachraums im ostfränkischen Reichsverband zu erklären ist.“[4]
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Sprachraum“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sprachraum“
- [1] canoo.net „Sprachraum“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Sprachraum“
Quellen:
- ↑ Frédéric Hartweg, Klaus-Peter Wegera: Frühneuhochdeutsch. Eine Einführung in die deutsche Sprache des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. Niemeyer, Tübingen 1989, S. 41. ISBN 3-484-25133-6.
- ↑ Adolf Bach: Geschichte der deutschen Sprache.Neunte, durchgesehene Auflage. VMA-Verlag, Wiesbaden o.J.; § 120 = S. 122. Abkürzungen aufgelöst. „Alemann.“ und „Ndsächs.“ im Original gesperrt gedruckt.
- ↑ Claus Jürgen Hutterer: Die germanischen Sprachen. Ihre Geschichte in Grundzügen. 2. deutsche Auflage. Drei Lilien Verlag, Wiesbaden 1987, S. 19. ISBN 3-922383-52-1. Abkürzung aufgelöst.
- ↑ Stefan Sonderegger: Althochdeutsche Sprache und Literatur. Eine Einführung in das älteste Deutsch. Darstellung und Grammatik. de Gruyter, Berlin/New York 1974, S. 42. ISBN 3-11-004559-1.
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