Agraffe

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

[Bearbeiten] Agraffe (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, f

[1] eine Agraffe
[3] eine Agraffe (Bügelagraffe)
Kasus Singular Plural
Nominativ die Agraffe die Agraffen
Genitiv der Agraffe der Agraffen
Dativ der Agraffe den Agraffen
Akkusativ die Agraffe die Agraffen

Worttrennung:

Ag·raf·fe, Plural: Ag·raf·fen

Aussprache:

IPA: [aˈɡʀafə], Plural: [aˈɡʀafn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Architektur: ein besonders gestalter Schlussstein im Scheitel eines Rundbogens
[2] Schmuck: eine Schmuckspange, die ein Gewand zusammenhalten soll
[3] Weinbau: das kleine Drahtgeflecht, das den Korken einer verschlossenen Sekt- oder Champagnerflasche fixiert
[4] Weinbau: ein Gegenstand zum Befestigen des Drahtrahmendrahtes am Pfahl der entsprechenden Reberziehungsmethode

Herkunft:

von dem französischen Substantiv agrafe (deutsch: der Haken, die Spange)[1][2]

Synonyme:

[2] Haftel
[3] Vierdrahtverschluss, Muselet

Unterbegriffe:

[3] Bügelagraffe

Beispiele:

[1] Die Agraffe ist meist deutlich größer gestaltet als die restlichen Keilsteine.
[2] Die Agraffe soll ein Gewand oder einen Mantel zusammenhalten.
[3] "Der Kork wird mit einem Drahtbügel gesichert, der Agraffe oder Muselet (französisch) genannt wird."[3]
[3] "Entfernen Sie zuerst die metallene Kapsel, dann die Agraffe, das ist der Draht, der den Korken hält. Von jetzt an ist Vorsicht geboten! [...]"[4]
[3] „Die Agraffe dient zur Sicherung des Korkens auf der Flasche, so dass dieser sich durch den Innendruck nicht eigenständig lösen kann.“[5]
[3] Die Agraffe verhindert, dass durch den großen Überdruck in der Sektflasche der Korken aus dem Flaschenhals hinausgetrieben wird.


[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Agraffe
[1, 2] Brockhaus-Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Erster Band: A–APT, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1986, ISBN 3-7653-1101-4, DNB 860813452.
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 57, Eintrag „Agraffe“.
[1] Kleines Wörterbuch der Architektur. Mit 113 Abbildungen. 12. Auflage. Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-009360-3, Seite 8, Eintrag „Agraffe“
[2] Heinrich Laag: Kleines Wörterbuch der frühchristlichen Kunst und Archäologie. Mit einem Anhang altgriechischer Fachwörter und 100 Abbildungen. 1. Auflage. Reclam, Stuttgart 2001, ISBN 978-3-15-008633-9, Seite 16, Eintrag „Agraffe“
[2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Agraffe
[2] Der Neue Herder. In 2 Bänden. Herder Verlag, Freiburg 1949, Band 1, Spalte 40, Artikel „Agraffe“
[3] Sektkellerei Deidesheim: Korken und Agraffe
[3] Klaus Rädle: Champagner, Seite 149, Die Entwicklung des Flaschenverschlusses (-> Agraffe), Berlin 2009, ISBN 3868053271
[*] canoo.net „Agraffe
[4] Akademie der Wissenschaft und der Literatur Mainz: Wörterbuch der deutschen Winzersprache (WDW), Onlineversion x, dort der Artikel „Agraffe“

Quellen:

  1. Brockhaus-Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Erster Band: A–APT, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1986, ISBN 3-7653-1101-4, DNB 860813452
  2. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 57, Eintrag „Agraffe“.
  3. Wikipedia-Artikel „Seekt
  4. Elisabeth Bonneau: Der große GU Knigge, 2008 (Gräfe und Unzer), ISBN 3833811331, Seite 62
  5. Klaus Bellmann, Frank Himpel: Fallstudien zum Produktionsmanagement, 2008 (Gabler), ISBN 383490838X, Seite 103
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitarbeit
Hilfe
Werkzeuge
In anderen Sprachen