σκιά

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σκιά (Altgriechisch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ ἡ σκιά αἱ σκιαί
Genitiv τῆς σκιᾶς τῶν σκιῶν
Dativ τῇ σκιᾷ ταῖς σκιαῖς
Akkusativ τὴν σκιάν τὰς σκιάς
Vokativ (ὦ) σκιά (ὦ) σκιαί

Alternative Schreibweisen:

ionisch: σκιή

Worttrennung:

σκι·ά, Plural: σκι·αί

Umschrift:

skia, Plural: skiai

Bedeutungen:

[1] Stelle, auf die kein direktes Licht trifft: Schatten
[2] [1] in der Unterwelt: Schatten, Schattengestalt, Phantom

Beispiele:

[1] „τῆμος πιόταταί τ᾽ αἶγες καὶ οἶνος ἄριστος,
μαχλόταται δὲ γυναῖκες, ἀφαυρότατοι δέ τοι ἄνδρες
εἰσίν, ἐπεὶ κεφαλὴν καὶ γούνατα Σείριος ἄζει,
αὐαλέος δέ τε χρὼς ὑπὸ καύματος· ἀλλὰ τότ᾽ ἤδη
εἴη πετραίη τε σκιὴ καὶ Βίβλινος οἶνος“ (Ησίοδος, Έργα και ημέραι, 585 - 589) [1]
„Dann ist fett von der Weide die Geis, dann edel der Weintrunk;
Dann sind üppig die Weiber zur Lust, und die Männer enthaltsam;
Denn des Seirios Glut hat Haupt und Kniee gedörret,
Und hin welket der Leib, der versengete. Auf denn, anjezo
Sei byblinischer Wein und luftiger Schatten des Felsens“ (Hesiod, Werke und Tage, 585 - 589) [2]
[2] ἀλλ' ἄλλην χρὴ πρῶτον ὁδὸν τελέσαι καὶ ἱκέσϑαι
εἰς Ἀΐδαο δόμους καὶ ἐπαινῆς Περσεφονείης
ψυχῇ χρησομένους Θηβαίου Τειρεσίαο,
μάντιος ἀλαοῦ, τοῦ τε φρένες ἔμπεδοί εἰσι·
τῷ καὶ τεϑνηῶτι νόον πόρε Περσεφόνεια
οἴῳ πεπνῦσϑαι· τοὶ δὲ σκιαὶ ἀΐσσουσιν.
„Aber ihr müßt zuvor noch eine Reise vollenden,
Hin zu Aïdes' Reich und der strengen Persephoneia,
Um des thebäischen Greises Teiresias' Seele zu fragen,
Jenes blinden Propheten, mit ungeschwächtem Verstande.
Ihm gab Persephoneia im Tode selber Erkenntnis;
Und er allein ist weise: die andern sind flatternde Schatten.“ (Homer, Odyssee: Kirke rät Odysseus, in der Unterwelt den Rat des Teiresias zu suchen) [3]

Wortfamilie:

σκιάζω – beschatten, verdunkeln, verdecken
τό σκιάδειον – Schattendach
τό σκιαγράφημα – Gemälde mit Schatten und Licht, perspektivisches Gemälde

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wilhelm Pape, bearbeitet von Max Sengebusch: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Griechisch-deutsches Handwörterbuch. Band 1: Α–Κ, Band 2: Λ–Ω. 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914. Stichwort „σκιά“.
[1, 2] Henry George Liddell, Robert Scott, revised and augmented throughout by Sir Henry Stuart Jones with assistance of Roderick McKenzie: A Greek-English Lexicon. Clarendon Press, Oxford 1940. Stichwort „σκιά“.

Quellen:

  1. Ησίοδος, Έργα και ημέραι, el.wikisource
  2. Hesiod: Hesiods Werke. In: Projekt Gutenberg-DE. (Übersetzung von Johann Heinrich Voß, Tübingen, 1911, URL).
  3. Homer: Odyssee. In: Projekt Gutenberg-DE. 10. Gesang, Vers 490–495 (Zweisprachige Fassung, Übersetzung von Johann Heinrich Voß, URL).