neolamarckistisch

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neolamarckistisch (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
neolamarckistisch
Alle weiteren Formen: Flexion:neolamarckistisch

Worttrennung:

neo·la·mar·ckis·tisch, (keine Steigerung)

Aussprache:

IPA: [neolamaʁˈkɪstɪʃ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild neolamarckistisch (Info)
Reime: -ɪstɪʃ

Bedeutungen:

[1] in der Art des Neolamarckismus, den Neolamarckismus betreffend

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem gebundenen Lexem neo- und dem Substantiv Lamarckismus

Gegenwörter:

[1] neodarwinistisch, darwinistisch

Beispiele:

[1] „Es ließen sich noch viele Beispiele anführen, die alle beweisen würden, daß die neolamarckistische Betrachtungsweise auch im Gebiete der Physik und Technik anwendbar ist, […]“[1]
[1] „Timofeeff gelang es, neolamarckistisch geprägte Wissenschaftler zu seinen Ideen zu »bekehren«, etwa den am Berliner Naturkundemuseum arbeitenden Zoologen Bernhard Rensch, eine spätere Schlüsselfigur der neodarwinistischen Evolutionsbiologie in Deutschland.“[2]
[1] „Szily hatte bereits in den zwanziger Jahren damit begonnen, experimentell und vergleichend Vererbungsforschung und Embryogenese miteinander zu verbinden und sich damit deutlich von dem neolamarckistisch geprägten Leitkonzept der Mißbildungsforschung abgesetzt.“[3]
[1] „Auch im Darwinismus wurde zu dieser Zeit die besondere evolutive Rolle des Individuums sowohl von neodarwinistischer wie auch neolamarckistischer Seite, wenngleich mit stark unterschiedlicher Intention, wieder unterstrichen.“[4]
[1] Der englische Sozialphilosoph Herber Spencer kann als ein neolamarckistischer Vertreter der Gesellschaftswissenschaften angesprochen werden.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

Quellen:

  1. Zeitschrift für den Ausbau der Entwickslungslehre, Band 3, 1909, Seite 103
  2. Bernd Gausemeier: Natürliche Ordnungen und politische Allianzen: biologische und chemische Forschung an Kaiser-Wilhelm-Instituten 1933-1945 (Band 12 von Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Im Nationalsozialismus Series, Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Im Nationalsozialismus Series), 2005, ISBN 3892449546, Seite 164
  3. Alexander von Scwerin: Experimentalisierung des Menschen: der Genetiker Hans Nachtsheim und die vergleichende Erbpathologie, 1920-1945, 2004, ISBN 389244773X, Seite 231
  4. Kurt Bayertz, Myriam Gerhard, Walter Jaeschke: Weltanschauung, Philosophie und Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert: Der Materialismus-Streit (Band 1 von Weltanschauung, Philosophie und Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert, Weltanschauung, Philosophie und Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert), 2009, ISBN 3787320105, Seite 197