chronologisch

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chronologisch (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
chronologisch
Alle weiteren Formen: Flexion:chronologisch

Worttrennung:

chro·no·lo·gisch, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [kʀonoˈloːɡɪʃ]
Hörbeispiele: —
Reime: -oːɡɪʃ

Bedeutungen:

[1] in zeitlicher Reihenfolge geordnet

Herkunft:

chronologisch ist das Adjektiv zum Substantiv Chronologie. Es entstand im 16. Jahrhundert und ist seit dem 18. Jahrhundert sehr verbreitet.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] anschließend, aufeinanderfolgend, fortlaufend; durchgehend, kontinuierlich, zusammenhängend; zeitlich

Beispiele:

[1] „Die beiden Ausstellungen zeigen schön, wie vielseitig Rauch in der Variation seiner Malerei ist. Andererseits verdrängt man durch den Verzicht auf eine chronologische Anordnung, dass der Maler kein wirkliches Frühwerk besitzt.“[2]
[1] „Das Leben war eher ein Tappen von Falle zu Falle. Dem wird die Form des Buches dadurch gerecht, dass, bei chronologischer Grundanlage, immer wieder ein Blatt dazwischenliegt, das die Chronologie durchbricht. Meistens öffnen sich dann Abgründe.“[3]
[1] „In dem umfangreichen Werk werden nach Verlagsangaben zum ersten Mal alle 291 noch erhaltenen Einfamilienhäuser des Architekten vorgestellt. Essayistisch begleiten Experten wie die Architekturhistoriker Kenneth Frampton und Kathryn Smith den chronologischen Gang durch Wrights Lebenswerk.“[4]
[1] „So haben die Mehrheitsfraktionen CDU und FDP durchgesetzt, dass die Asse-Geschichte im Untersuchungsausschuss chronologisch aufgearbeitet wird. Vergeblich hatten SPD, Grüne und Linke darauf gedrängt, dass zunächst geklärt wird, welche Stoffe überhaupt in der Asse lagern.“[5]
[1] „So ist der gesellschaftliche und historische Kontext des Romans, der das Schicksal von Hans Sievez bis in die 70er Jahre verfolgt, kaum sichtbar und allenfalls ahnbar, beispielsweise durch den Bau eines Wellness-Bades neben der Gärtnerei. Die Zeit scheint in diesem Roman trotz seiner chronologischen Dramaturgie beängstigend und bedrohlich still zu stehen.“[6]
[1] „Seine Romane verfügen über deutlich geordnetere und chronologischere narrative Strukturen als z.B. die parallel vom Suhrkamp Verlag veröffentlichen Texte Rave von Rainald Goetz und Gut laut von Andreas Neumeister.“[7]
[1] „Den Nachvollzug dieser Traditionslinie hätte eine etwas chronologischere Anordnung der Beiträge erleichtert.“[8]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „chronologisch
[1] Duden online „chronologisch
[1] The Free Dictionary „chronologisch
[*] canoo.net „chronologisch
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonchronologisch

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, unter „Chronik“, Seite 195
  2. Tim Ackermann: „Die große Siegerehrung“, 15. April 2010
  3. Hermann Kurzke: „Heiße Doktor, Professor gar“, 21.04.2008
  4. focus.de: „Häuser zum Träumen“, 14.08.2007
  5. Reimar Paul: „Der Berg bewegt sich bedrohlich“, 11.08.2009
  6. Ursula März: „Der Autismus fundamentalistischer Konzepte“, 28.04.2008
  7. Thomas Ernst: Literatur und Subversion: Politisches Schreiben in der Gegenwart. Band 58, transcript, 2014, Seite 229 (Google Books, abgerufen am 1. August 2016)
  8. Aurora. Kulturwerk Schlesien, 1998, Seite 196 (Google Books, abgerufen am 1. August 2016)

Ähnliche Wörter:

chronisch