Fußballgott

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Fußballgott (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Fußballgott

die Fußballgötter

Genitiv des Fußballgotts
des Fußballgottes

der Fußballgötter

Dativ dem Fußballgott

den Fußballgöttern

Akkusativ den Fußballgott

die Fußballgötter

Alternative Schreibweisen:
Schweiz und Liechtenstein: Fussballgott

Worttrennung:
Fuß·ball·gott, Plural: Fuß·ball·göt·ter

Aussprache:
IPA: [ˈfuːsbalˌɡɔt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Fußballgott (Info)

Bedeutungen:
[1] Sport, Fußball: ein genialer Fußballspieler, der nahezu Übermenschliches zu leisten im Stande ist
[2] Sport, Fußball: eine erdachte gottähnliche Instanz, die das Fußballgeschehen mal gerecht, mal scheinbar willkürlich beeinflusst

Herkunft:
Determinativkompositum aus den Substantiven Fußball und Gott

Oberbegriffe:
[1, 2] Gott

Beispiele:
[1] Fußballgötter wie Uwe Seeler und Pele haben nie den Boden unter den Füßen verloren.
[1] „Im WM-Halbfinale schauen gleich sechs Belgier etwas bang auf den argentinischen Fußballgott Diego Maradona.“[1]
[1] „Spötter rufen ihn Flohtaxi, für Millionen Schotten und Schweden ist er ein Fußballgott. […] Sein Name: Henrik Larsson.“[2]
[2] „Fußballer glauben an diverse Götter: an den Fußballgott, an Allah und Buddha.“[3]
[2] „Der späte und kuriose Ausgleichstreffer in Bielefeld kann kein Zufall gewesen sein. Vielmehr ist er der Beweis dafür, dass es den Fußballgott eben doch gibt.“[4]
[2] „Als würde der Fußballgott sich erinnern, dass er jene, denen er mal einen Gefallen getan hat, auch irgendwann wieder bestrafen muss. Sonst nimmt ihm die ganze Sache ja keiner mehr ab.“[5]
[2] „Die stets ergebnisoffene Suche nach dem Sinn macht diesen Sport ja gerade so faszinierend. Und der Fußballgott ist auch deshalb ein Weltstar, weil niemand weiß, was er als nächstes ausheckt.“[6]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Fußballgott
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonFußballgott
[1] Peter Schlobinski: Duden, Keeper, Elf und Gurkenpass. (K)ein Wörterbuch der Fußballsprache. Dudenverlag, Mannheim u.a. 2010, ISBN 978-3-411-71343-1, Seite 32, Eintrag „Fußballgott“
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Fußballgott

Quellen:

  1. Das ist Fußball!. In: Zeit Online. ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 30. Juni 2014).
  2. Celtic Glasgow: Schöner und schmutziger als Werder. In: Spiegel Online. 29. März 2008, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 30. Juni 2014).
  3. Johannes Aumüller: „Mit Gott auf der linken Außenbahn“. In: Zeit Online. 13. Juni 2007, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 30. Juni 2014).
  4. Oskar Beck: Schiedsrichter Rafati ist dem Fußballgott dankbar. In: Welt Online. 12. Mai 2008, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 30. Juni 2014).
  5. Christian Spiller: Dortmunds bestandene Reifeprüfung. In: Zeit Online. 2. Mai 2013, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 30. Juni 2014).
  6. Boris Herrmann: Zwölf Zentimeter. In: Süddeutsche Zeitung. 30. Juni 2014, ISSN 0174-4917, Seite 32.