Erbsensprache

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Erbsensprache (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Erbsensprache

die Erbsensprachen

Genitiv der Erbsensprache

der Erbsensprachen

Dativ der Erbsensprache

den Erbsensprachen

Akkusativ die Erbsensprache

die Erbsensprachen

Alternative Schreibweisen:

Erbsen-Sprache

Worttrennung:

Erb·sen·spra·che, Plural: Erb·sen·spra·chen

Aussprache:

IPA: [ˈɛʁpsn̩ˌʃpʁaːxə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Erbsensprache (Info)

Bedeutungen:

[1] eine spezielle Geheimsprache, die dadurch entsteht, dass nach jedem Buchstaben eines Wortes das Wort „Erbse“ eingeschoben wird; heute Geheimsprache von Kindern

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus Erbse, Fugenelement -n und Sprache

Oberbegriffe:

[1] Geheimsprache, Sprache

Beispiele:

[1] „Das Wort ›Erbsensprache‹, in die Erbsensprache übersetzt, heißt also dann „›E‹rbse ›r‹erbse ›b‹erbse ›s‹erbse ›e‹rbse“ ›n‹erbse ›s‹erbse ›p‹erbse ›r‹erbse ›a‹rbse ›c‹erbse ›h‹erbse ›e‹erbse“. [1]
[1] „Diese auch "Räuber-" oder "Erbsensprache" genannte Verschlüsselungsmethode erfreut sich gerade bei Kindern bis heute größter Beliebtheit.“[2]
[1] „Das beweist schon die kindliche Erbsensprache, die den Erwachsenen ein übermütiges Paroli gebietet.“[3]
[1] „Leibniz denkt bei dieser ungeheuerlichen Idee nur nebenher an den Nutzen, den eine einheitliche Menschensprache gewähren könnte; man darf seinen Plan wirklich nicht auf eine Stufe stellen mit den albernen Bestrebungen unserer kleinen Zeitgenossen, die ein Volapük oder Esperanto erfinden, wie Kinder sich eine Erbsensprache erfinden, und die damit wirklich so weit kommen, wie ein Missionar, der das Vaterunser ins Hottentottische übersetzt.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1]

Quellen:

  1. Gottfried Spieß: Warum die Menschen sprechen lernten. Interessantes aus Geschichte und Gegenwart der Sprache. Der Kinderbuchverlag, Berlin 1989, Seite 120. ISBN 3-358-01278-6.Das Zeichen ›‹ bezeichnet im Originalzitat kursiv gedruckte Zeichen.
  2. Geheimschriften im Mittelalter; Zugriff 12.7.11.
  3. Werner Krauss: Das wissenschaftliche Werk. Band 8: Sprachwissenschaft und Wortgeschichte. Herausgegeben von Bernhard Henschel. de Gruyter, Berlin 1997, Seite 121. ISBN 3-11-015136-7.
  4. Fritz Mauthner: Wörterbuch der Philosophie. Neue Beiträge zu einer Kritik der Sprache. Erster Band: A = A bis Goethes Weisheit. Zweite, vermehrte Auflage. Felix Meiner, Leipzig 1923, S. 321, Kursiv gedruckt: Volapük, Esperanto. Zugriff 12.7.11.