Diskussion:Genus verbi

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Diskussionsbeitrag[Bearbeiten]

Das ist ähnlich wie mit Poetry Slam. Es wird zwar oft Genus verbi geschrieben, doch in reformierter Rechtschreibung heißt es Genus Verbi, siehe § 55(3). Außerdem könnte zitatartig genus verbi geschrieben werden. canoonet schreibt „Genus Verbi“, ist hier also als Referenz fehl am Platz. Duden online gibt als Plural übrigens „Genera Genus Verbi“ an, was natürlich falsch ist.

Ebenfalls eigentlich nicht mehr gültig: Dativus commodi, Dativus incommodi – canoonet schreibt „Dativus Incommodi“, taugt hier also wieder nicht als Referenz – und Dativus iudicantis. Dank Wolfgang Wrase bin ich übrigens auf die Vorreformschreibung Pinaßschiff aufmerksam geworden, die in der Wikipedia seit 2005 – in Worten: ZWEITAUSENDFÜNF!!! – als Lemma verwendet wurde, außerdem in zwölf weiteren Artikeln. Das Wort ist ein Kompositum aus dem Stamm von Pinasse und ist demnach mit drei s zu schreiben. Ich habe das heute umgesetzt (→ Pinassschiff). Manch reformkritisch Gesinnte werden mir das vielleicht verübeln, doch welche Schreibweise auch immer besser ist, so ist ein Schritt in Richtung Einheitlichkeit getan. Google: „[u]ngefähr 138 Ergebnisse“ für "Pinassschiff" und „[u]ngefähr 627 Ergebnisse“ für "Pinaßschiff". Wrase schrieb auch: „Am Anfang der Glasherstellung steht nach der Mischung der Rohstoffe die Rauhschmelze. Die Schreibung mit h hat laut Google noch deutlich das Übergewicht. Ebenso findet sich die Rauhschmelze in Wikipedia, während Rauschmelze dort nicht vorkommt. Das Zögern mit der Neuschreibung ist in diesem Fall besonders einleuchtend, denn der Leser, der in das Wort hineinrauscht, wird bei der Schreibung Rauschmelze mit einiger Wahrscheinlichkeit einen Lese-Unfall erleiden.“ Tja, ich habe Rauhschmelze zu Rauschmelze gemacht. Mag sein, dass manche zunächst Rausch als Bestandteil des Kompositums erkennen, aber was soll dann Melze heißen? Das ist weniger schlimm als Wachstube (auch vor der Reform so geschrieben). Um einen Leseunfall zu vermeiden, könnte ein Bindestrich vewendet werden (Rau-Schmelze).

Zurück zum Wiktionary: Dr. Karl-Heinz Best hat in Dativus incommodi [daˈtiːvʊs ˈinkɔmodi] als Aussprache eingetragen. Das Präfix in- wird sicher mit [ɪ] statt [i] gesprochen, darüber hinaus ist das lateinische Wort incommodus laut dem englischsprachigen Wiktionary auf der zweiten Silbe betont. Wäre [daˌtiːvʊs ʔɪnˈkɔmodi] OK? [ˈpɔsɛsivʊs] habe ich durch [pɔsɛˈsiːvʊs] ersetzt. [ˈjuːdikantis] kommt mir auch spanisch vor, wird das nicht auf der dritten Silbe betont? Und natürlich müsste es auf [ɪs] statt [is] enden. Jeuwre betont hier das erste Wort auf der ersten Silbe:

Ich kann mir vorstellen, dass das im Deutschen oft so gesprochen wird, schließlich sagen wir auch ˈDativ. Doch weder Krech/Stock noch der Ausspracheduden haben Dativus mit Betonung auf der ersten Silbe. comˈmodi ähnelt Komˈmode, aber Kommode ist ja auch französischen Ursprungs. -- IvanP (Diskussion) 19:25, 6. Jul. 2017 (MESZ)[Beantworten]

Viele der Wörter, die mit in- „nicht“ beginnen, werden im neuen Aussprache-Duden auch mit Anfangsakzent aufgeführt. Auch "possessiv" wird mit Anfangs- und Endsilbenakzent aufgeführt. "Possessivus" dagegen fehlt. Leider haben wir für die lateinischen Begriffe keine Aussprache-Angaben. Dr. Karl-Heinz Best (Diskussion) 20:44, 6. Jul. 2017 (MESZ)[Beantworten]
Danke für deine Antwort. Krech/Stock haben pˈossessiv und possessˈiv, aber nur Genitˌivus possessˈivus, merkwürdigerweise Pˈossessˈiva (zwei Hauptbetonungen!), aber Possessˈivum. Wie ich sehe, verwenden sie die Vorreformschreibung Genus verbi. -- IvanP (Diskussion) 21:00, 6. Jul. 2017 (MESZ)[Beantworten]
Zu bedenken ist aber, dass das i in possessiv selbst bei Anfangsbetonung lang ausgesprochen wird. Bei Ablativus absolutus haben der Ausspracheduden und Krech/Stock für das erste Wort ausnahmsweise auch Anfangsbetonung, vielleicht wegen des Präfixes ab-. Duden: „ˌablati:vʊs apz̥oˈlu:tʊs, ˈapl… -, …ˈti:vʊs -“ (Eigentlich müsste es „ˌapl…“ und „…ˌti:vʊs“ heißen, vgl. dagegen Dativus ethicus.) Krech/Stock: „ˌaplativʊs ʔapz̥olˈuːtʊs od. ˌabla… od. …tˌi:…“ (Hier jedoch bei Anfangsbetonung mit kurzem [i], vgl. dagegen Ablativ. Ebenso inkonsequent: Krech/Stock haben „fˈeːmininʊm“, „fˈeːmininaː“ und „pˈoːzitivʊm“, aber „mˈaskuliːnʊm“, „mˈaskuliːnaː“ und „nˈeːɡatiːvʊm“.) -- IvanP (Diskussion) 09:54, 27. Okt. 2018 (MESZ)[Beantworten]
Ich bin auf die Pänultimaregel gestoßen, demnach müsste iudicantis tatsächlich auf der Pänultima betont werden, also iudiˈcantis. Genus verbi ist jetzt als nicht mehr gültige Schreibweise markiert. Eine Sache nur (@Dr. Karl-Heinz Best): Bußmanns Lexikon der Sprachwissenschaft ist als Referenz gelistet, aber mit „Genus Verbi“ als Stichwort. Schreibt Bußmann Verbi groß? Dann kann das ja in den Eintrag Genus Verbi. -- IvanP (Diskussion) 23:31, 7. Jul. 2017 (MESZ)[Beantworten]
Die auf [s] endende Aussprache habe ich mal entfernt, denn Accent steht in der Schreibweise Accents aigus/Accents graves im Plural. -- IvanP (Diskussion) 11:06, 8. Jul. 2017 (MESZ)[Beantworten]
Das Lemma in Bußmann hat Großschreibung Genus Verbi. Dr. Karl-Heinz Best (Diskussion) 11:01, 8. Jul. 2017 (MESZ)[Beantworten]
Danke. -- IvanP (Diskussion) 11:06, 8. Jul. 2017 (MESZ)[Beantworten]
Hallo IvanP, habe die Lemmas neu eingesprochen, bei Dativus commodi und Dativus incommodi mit der bestehenden IPA-Betonung, also auf 'com. Wenn Du Anmerkungen hast, immer gerne. Einen schönen Abend --Jeuwre (Diskussion) 21:20, 31. Jul. 2017 (MESZ)[Beantworten]