Binsenwahrheit

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Binsenwahrheit (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Binsenwahrheit die Binsenwahrheiten
Genitiv der Binsenwahrheit der Binsenwahrheiten
Dativ der Binsenwahrheit den Binsenwahrheiten
Akkusativ die Binsenwahrheit die Binsenwahrheiten

Worttrennung:

Bin·sen·wahr·heit , Plural: Bin·sen·wahr·hei·ten

Aussprache:

IPA: [ˈbɪnzn̩ˌvaːɐ̯haɪ̯t], Plural: [ˈbɪnzn̩ˌvaːɐ̯haɪ̯tn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] allgemein bekannte Tatsache

Herkunft:

Der Ausdruck ist seit dem 19. Jahrhundert nachweisbar. Der Ursprung liegt wohl im lateinischen Ausspruch nodum in scirpo quaerere → la „in der Binse einen Knoten suchen“, was gleichbedeutend mit der Aussage zu setzen ist, dass man sich damit unnötige Mühe macht, weil die Binse keinen Knoten hat. Also es liegt eine Wahrheit vor Augen, die man nicht erst suchen muss.[1]

Synonyme:

[1] Binsenweisheit, Gemeinplatz, Truismus

Beispiele:

[1] „Erst jetzt wurde vielen klar – eigentlich eine Binsenwahrheit –, wie verschränkt die Geschichte unseres Kontinents war und ist.“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Binsenwahrheit
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Binsenwahrheit
[1] canoo.net „Binsenwahrheit
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonBinsenwahrheit

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, DNB 1012311937, Seite 125, Eintrag „Binsenwahrheit (Binsenweisheit)“.
  2. Andreas Kossert: Freske des Albtraums. Vertreibung. In: Zeit Online. Nummer 26/2010, 5. Juli 2010, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 20. November 2012).