ἀδάμας

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

ἀδάμας (Altgriechisch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural

Nominativ ὁ ἀδάμας οἱ ἀδάμαντες

Genitiv τοῦ ἀδάμαντος τῶν ἀδαμάντων

Dativ τῷ ἀδάμαντι τοῖς ἀδάμασι

Akkusativ τὸν ἀδάμαντα τοὺς ἀδάμαντας

Vokativ (ὦ) ἀδάμαν (ὦ) ἀδάμαντες

Worttrennung:
ἀδά·μας, Plural: ἀδά·μαν·τες

Umschrift:
adamas

Bedeutungen:
[1] das härteste Metall, wahrscheinlich Stahl
[2] Mineralogie: der härteste Stein; Diamant

Herkunft:
seit Hesiod in der Bedeutung des Metalls und seit Theophrast in der Bedeutung des Edelsteins bezeugt; häufig wird es als Ableitungen zu dem Verb δάμνημι (damnēmi) → grc ‚zähmen, bändigen; bezwingen, erobern‘ in der Bedeutung ‚unbezwingbar‘ gedeutet;[1][2] da die Semantik jedoch ungewöhnlich erscheint, handelt es sich vielleicht um eine volksetymologisch umgebildete Entlehnung aus einer semitischen Sprache, wie akkadisch ? (adamu) → akk[3]

Beispiele:
[1]

Wortbildungen:
[1] ἀδαμάντινος

Entlehnungen:
[1] lateinisch: adamas

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Wilhelm Pape, bearbeitet von Max Sengebusch: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Griechisch-deutsches Handwörterbuch. Band 1: Α–Κ, Band 2: Λ–Ω. 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914. Stichwort „ἀ-δάμας“.
[1, 2] Henry George Liddell, Robert Scott, revised and augmented throughout by Sir Henry Stuart Jones with assistance of Roderick McKenzie: A Greek-English Lexicon. Clarendon Press, Oxford 1940. Stichwort „ἀδάμας“.
[2] Hugo Blümner: Diamant. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band V,1, Stuttgart 1903, Spalte 322–324.

Quellen:

  1. Wilhelm Pape, bearbeitet von Max Sengebusch: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Griechisch-deutsches Handwörterbuch. Band 1: Α–Κ, Band 2: Λ–Ω. 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914. Stichwort „ἀ-δάμας“.
  2. Pierre Chantraine: Dictionnaire étymologique de la langue grecque. Histoire des mots. mit einem Supplement versehene Neuauflage der 1. Auflage. Klincksieck, Paris 1999, ISBN 2-252-03277-4, Seite 18.
  3. Robert Beekes: Etymological Dictionary of Greek. 1. Auflage. Band 1: Α–Λ, Brill, Leiden, Boston 2010, ISBN 978-90-04-17420-7 (Band 10/1 der Leiden Indo-European Etymological Dictionary Series), Seite 19.