Stummel

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Stummel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Stummel die Stummel
Genitiv des Stummels der Stummel
Dativ dem Stummel den Stummeln
Akkusativ den Stummel die Stummel
[1] Aschenbecher voller Stummel
[1] nur noch der Stummel eines Bleistiftes

Worttrennung:

Stum·mel, Plural: Stum·mel

Aussprache:

IPA: [ˈʃtʊml̩], Plural: [ˈʃtʊml̩]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -ʊml̩

Bedeutungen:

[1] ein kurzes Reststück, was übrig geblieben ist

Herkunft:

[1] Substantiv mittelhochdeutsch stumbel = „Reststück“, „Stumpf“; Denominativ althochdeutsch stumbal = „verstümmelt

Synonyme:

[1] Rest, Stumpf, Überbleibsel, Strunk, schweizerisch Stumpen

Unterbegriffe:

[1] Armstummel, Bleistiftstummel, Kerzenstummel, Zahnstummel, Zigarettenstummel, Zigarrenstummel

Beispiele:

[1] Mit meinem Stummel von Bleistift kannst Du nicht mehr richtig schreiben.
[1] „Während er aß, drehte sich die Pflegerin aus Stummeln bedächtig eine Zigarette, brannte sie an der Gasflamme des Wärmeschrankes an und begann dann Doll über den Zustand seiner Frau auszufragen, wo er ein Heim finden würde, was für Sachen er noch besäße und vor allem, was für Aussichten...“[1]

Wortbildungen:

[1] stümmeln, stümmelnd, Stümmeln, Stummelaffe, Stummelbein, Stummelflügel, Stummelfuß, Stummelfüßer, Stummelpfeife, Stummelrute, Stummelschwanz, Stummelwort, Stummelzahn

Verkleinerungsformen:

[1] Stummelchen, Stümmelchen


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961 „Stummel
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Stummel
[1] canoo.net „Stummel
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonStummel

Quellen:

  1. Hans Fallada: Der Alpdruck. Roman. Aufbau, Berlin 2014, ISBN 978-3-351-03578-5, Seite 169. Erstveröffentlichung 1947.