Pimock

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Pimock (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Pimock die Pimocken
Genitiv des Pimocks
des Pimockes
der Pimocken
Dativ dem Pimock den Pimocken
Akkusativ den Pimock die Pimocken

Worttrennung:

Pi·mock, Plural: Pi·mo·cken

Aussprache:

IPA: [ˈpɪmɔk]

Bedeutungen:

[1] ein Flüchtling oder Zuwanderer aus den deutschen Ostgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg (abwertend auch "Kartoffelkäfer" genannt, da vermeintlich "schädlich")
[2] davon abgeleitet die Bedeutung: Hinzugezogener, ein nicht aus dem Ort Stammender (so z. B. die kölsche Interpretation)

Herkunft:

abgeleitet vom Hl. Nepomuk: wurde ertränkt und später zum Heiligen u.a. der Brücken. Die ostdeutschen Flüchtlinge gelangten über Brücken in solche linksrheinischen Städte wie Köln; so gesehen hat der Hl. Nepomuk ihnen diese Rheinübergänge ermöglicht. Die Kölner entwickelten daraus diesen verächtlichen Ausdruck: Pimock = Flüchtling über die Brücken

Beispiele:

[1] Die Pimocken fielen in Köln ein. (historisch)
[2] Du bist ein alter Pimock. (kölsches Schimpfwort)

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Pons Wörterbuch der deutschen Umgangssprache ISBN 3-12-570600-9
[1] Geschichte der Ev. Kirchengemeinde Bensberg ("Pimock")
[1] WDR-doku-Sendungen (23.02., 02.03., 09.03.2007)
[2] Kölsch-Wörterbuch zu "Pimock"

Ähnliche Wörter:

Pimok