Ceteris-paribus-Klausel

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[Bearbeiten] Ceteris-paribus-Klausel (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, f

Kasus Singular Plural
Nominativ die Ceteris-paribus-Klausel
Genitiv der Ceteris-paribus-Klausel
Dativ der Ceteris-paribus-Klausel
Akkusativ die Ceteris-paribus-Klausel

Silbentrennung:

Ce·te·ris-pa·ri·bus-Klau·sel

Bedeutungen:

[1] Wirtschaftswissenschaft, Wissenschaftstheorie: die Untersuchung einer Ursachengröße auf eine andere Größe (Wirkgröße), wobei alle anderen möglichen Einflussgrößen konstant gehalten werden

Herkunft:

Wortverbindung aus der bildungssprachlichen adverbialen Bestimmung ceteris paribus und dem Substantiv Klausel

Synonyme:

[1] Ceteris-paribus-Methode

Beispiele:

[1] „Marshall führte die Ceteris-paribus-Klausel in die Wirtschaftswissenschaften ein. Ohne die Ceteris-paribus-Klausel, die heute jeder Student der Volkswirtschaftslehre in den Vorlesungen mehrmals zu hören bekommt, wären volkswirtschaftliche Untersuchungen nur schwer möglich.“[1]
[1] Das gedankliche ökonomische Experiment, das mit Begriffen arbeitet, dabei uU ein Modell entwickelt, als Ergebnis eine Theorie anbietet, verwendet die sog. ceteris-paribus-Klausel.[2]
[1] Die Ceteris-paribus-Klausel beschreibt eine methodologische Vorgehensweise bei der Bearbeitung wirtschaftstheoretischer Fragestellungen.
[1] Die Ceteris-paribus-Klausel wird häufig in Modellrechnungen der Wirtschaftswissenschaften zugrunde gelegt.
[1] "Er geht also induktiv vor und folgert aus vielen gleich verlaufenden Versuchen einen gesetzmäßigen Zusammenhang. Bei seinem Experiment wendet er die sog. Ceteris-paribus-Klausel[3] an, d.h. er untersucht den Einfluss einer Größe (Ursache) auf eine andere Größe (Wirkung), indem er alle anderen Größen konstant hält."[4]

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Ceteris-Paribus-Klausel
[1] Definition der Ceteris-Paribus-Klausel in: Rainer Fischbach, Klaus Wollenberg: Volkswirtschaftslehre 1: Einführung und Grundlagen, 2007 (Oldenburg Verlag), Seite 53, ISBN 3486583077
[1] Ludwig Merz: Langenscheidt Routledge Fachwörterbuch Wirtschaft, Handel und Finanzen Englisch: Englisch-Deutsch, Deutsch-Englisch. 2. Auflage. Langenscheidt Fachverlag, 2002, ISBN 3861171910, Seite 693 (Google Books), Eintrag „Ceteris-paribus-Klausel“ (explizit in dieser Schreibvariante) mit „ceteris paribus clause“ ins Englische übertragen

Quellen:

  1. Hans Putnoki, Bodo Hilgers: Große Ökonomen und ihre Theorien: Ein chronologischer Überblick, 2006, ISBN 3527502459, Seite 70
  2. Rainer Fischbach, Klaus Wollenberg: Volkswirtschaftslehre 1: Einführung und Grundlagen mit Lösungen: Band 1, 2007, ISBN 3486583077, Seite 53
  3. Wöhe verwendet im Original das Synonym: "Ceteris-Paribus-Methode"
  4. Günther Wöhe: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehr, 17. Auflage, München 1990, ISBN 3-8006-1472-3, Seite 36
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