biātwei

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biātwei (Prußisch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] transitiv: fürchten

Herkunft:

Erbwort aus dem baltoslawischen *b(o)i(?)a?-, das sich auf das indogermanische *bʰ(o)iH- zurückführen lässt; etymologisch verwandt mit litauisch bijoti → lt und lettisch bijāt → lv sowie mit dem gemeinslawischen *bojati sę (altkirchenslawisch боꙗти сѧ (bojati sę) → cu), zudem urverwandt mit sanskritisch भी- (bhī-) → sa[1]

Beispiele:

[1] „Mes turrimai Deiwan stan Rikijan kirscha wissan powijstin biātwei bhe mijlan turīt, bhe stesmu auschaudītwei.“ (Enchiridion 1)[2][3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Georg Heinrich Ferdinand Nesselmann: Thesaurus linguae prussicae. Der preussische Vocabelvorrath soweit derselbe bis jetzt ermittelt worden ist, nebst Zugabe einer Sammlung urkundlich beglaubigter Localnamen. Harrwitz & Gossmann, Berlin 1873 (Internet Archive), „biâ-twei“ Seite 140.
[1] Erich Berneker: Die preussische Sprache. Texte, Grammatik, Etymologisches Wörterbuch. Karl J. Trübner, Strassburg 1896 (Internet Archive), Seite 283.
[1] Reinhold Trautmann: Die altpreussischen Sprachdenkmäler. Einleitung, Texte, Grammatik, Wörterbuch. Vandenhoek und Ruprecht, Göttingen 1910 (Internet Archive), Seite 311.

Quellen:

  1. Rick Derksen: Etymological Dictionary of the Baltic Inherited Lexicon. 1. Auflage. Brill, Leiden, Boston 2015, ISBN 978-90-04-27898-1 (Band 13 der Leiden Indo-European Etymological Dictionary Series), „bijoti“ Seite 89.
  2. Erich Berneker: Die preussische Sprache. Texte, Grammatik, Etymologisches Wörterbuch. Karl J. Trübner, Strassburg 1896 (Internet Archive), Seite 31.
  3. Reinhold Trautmann: Die altpreussischen Sprachdenkmäler. Einleitung, Texte, Grammatik, Wörterbuch. Vandenhoek und Ruprecht, Göttingen 1910 (Internet Archive), Seite 23.