Verzeichnis Diskussion:Deutsch/Phoneme und Grapheme

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Ein paar Anmerkungen[Bearbeiten]

Die Idee ist super, erfordert aber ein paar Korrekturen. Generell: es wäre gut, die Quelle für die Häufigkeitsrangfolge zu nennen. (Eigene Auszählung? Anderer Autor?) Die Rangfolge kann sich unterscheiden, je nach dem, welches Textkorpus ausgewertet wurde. Wichtig wäre auch, besser zwischen Lauten/Allophonen einerseits und Phonemen andererseits zu unterscheiden. (Frage also: Welches Phonemsystem liegt der Auswertung zugrunde?) Folgendes wäre zu beachten:

1. /t/ ist nicht das häufigste Phonem, sondern das dritthäufigste. (Best, Karl-Heinz. 2004/05. Laut- und Phonemhaeufigkeiten im Deutschen. Goettinger Beitraege zur Sprachwissenschaft 10/11, 21-32.)
2. /ə/: wirklich ein Phonem? M. E. eher Allophon zu /ɛ,e/.
3. Silbische Sonanten sind keine eigenen Phoneme, sondern Laute, die eine Phonemfolge realisieren. Dasselbe gilt für [ɐ, ɐ̯].
4. [ç, x](wir schreiben statt [x] aber [χ]) sind Allophone nur eines Phonems.
5. [ks] ist kein Phonem, sondern Lautfolge, die nicht als Affrikate gewertet wird, da beide Teile nicht an benachbarten Artikulationsorten produziert werden.
6. [ʔ] ist kein Phonem.
7. [ʁ] ist Allophon zu [ʀ, r].
8. [ʒ] müsste wohl ergänzt werden.
9. [i̯, ɪ̯] sind keine Phoneme, sondern Allophone. Dr. Karl-Heinz Best (Diskussion) 17:31, 12. Mär. 2011 (MEZ)

Dann müsste ich auch noch anmerken, dass das Hiat-Vermeidungs-h gar keines ist. Zwar erfüllt es auch diese Funktion, das h an diesen Stellen ist aber ein graphisches Überbleibsel des entschwundenen ahd. Phonems /ch/; vgl. dazu z.B. nah – näher – nächst, auch für das gewählte Beispiel gibt das Deutsche Wörterbuch noch die mhd. Nebenform Reiche an. 23PowerZ (Diskussion) 04:04, 24. Jun 2013 (MESZ)

Aufgrund einer Bearbeitung von Martin Beesk ist hier von Phon(kombination)en und Graphem(kombination)en die Rede, im Lemma steht aber immer noch Phoneme und Grapheme.

Ich habe in meinem IPA-Vorschlag auch ein paar Buchstabenfolgen (fett markiert) für Laute gesammelt (Ergänzungen sind willkommen); ich hätte noch die Anregung, sauber zwischen stummen Buchstaben und Buchstaben, die tatsächlich zur Repräsentation eines Lautes gehören, zu trennen.

In diesem Verzeichnis wird etwa aille (wie in Racaille) genannt, aber es wird ja bereits aill als [aɪ̯] gesprochen (vgl. französisch racailler [ʁa.ka.je]) – das e würde ich als stumm sehen. Im Wörterbuch von Krech/Stock finde ich einerseits „<ein>“ (statt „<eint>“) und dazu Teint als Beispiel (S. 71), andererseits „<aux, eau, eaux>“ statt „<au, eau>“ (S. 68), zu den Beispielen gehören Bordeaux und Clairvaux.

Wie soll dann aber mit dem Dehnungs-h verfahren werden? Dem h in Allah?? -- IvanP (Diskussion) 20:20, 29. Apr. 2018 (MESZ)