Sulcus

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Sulcus (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Sulcus

die Sulci

Genitiv des Sulcus

der Sulci

Dativ dem Sulcus

den Sulci

Akkusativ den Sulcus

die Sulci

Anmerkung zur anatomischen Taxonomie:

Nach human- und tieranatomischen Nomenklaturen bestehen anatomische Fachbegriffe aus ein- bis drei- und viergliedrigen Termen (Musculus arrector pili, der Haaraufrichtermuskel), die innerhalb des Terms unabhängig von ihrer Herkunft wie lateinische Formen behandelt und dekliniert werden. Sie werden in der deutschen Sprache als Fremdwörter behandelt. Eingliedrige anatomische Fachtermini gibt es für übergeordnete Körperregionen (Caput, Kopf) und wichtige Organe (Cor, Herz). Der erste immer groß geschriebene Namensteil benennt die Baugruppe (Os, Knochen) oder die Bauform (Sulcus, Rinne). Weitere klein geschriebene Namensteile qualifizieren die anatomische Struktur genauer nach Ort, Lage, Richtung oder Größe. Qualifizierende Adjektive im Term unterliegen der KNG-Kongruenz der lateinischen Sprache.

Worttrennung:

Sul·cus, kein Plural

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Anatomie: Bezeichnung für ein rinnenförmiges anatomisches Element[1]
[2] Planetologie: Bezeichnung für linienförmige Strukturen von Furchen und Rinnen auf Himmelskörpern im Sonnensystem.

Herkunft:

von dem lateinischen Substantiv sulcus → la „die Rinne, die Furche, die Rille

Unterbegriffe:

[1] Sulci cutis (Furchen zwischen den Hautleisten)

Beispiele:

[1]
[2] „Arbela Sulcus, ein glattes, helles Band, das eine zerkraterte Landschaft zerteilt, ist möglicherweise entstanden, als die Eiskruste aufbrach und flüssiges Material von unten emporquoll und später wieder gefror.“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Sulcus
[1] Duden, Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe. 8. Auflage. Dudenverlag, Mannheim u.a. 2007, ISBN 978-3-411-04618-8 (Redaktionelle Leitung: Ulrich Kilian), Seite 746, Eintrag „Sulcus“
[2] Wikipedia-Artikel „Sulcus (Planetologie)
[2] Patrick Moore (Verfasser): Atlas des Sonnensystems. Herder, Freiburg, Basel, Wien 1985, ISBN 978-3-451-19613-3

Quellen:

  1. nach: Duden, Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe. 8. Auflage. Dudenverlag, Mannheim u.a. 2007, ISBN 978-3-411-04618-8 (Redaktionelle Leitung: Ulrich Kilian), Seite 746, Eintrag „Sulcus“
  2. Ute Kehse: Forscher vermuten flüssiges Wasser unter dem Eispanzer von Jupiter-Mond Ganymed. In: wissenschaft.de. 21. Dezember 2000, abgerufen am 12. November 2018.