Raumzeitkrümmung

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Raumzeitkrümmung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Raumzeitkrümmung

die Raumzeitkrümmungen

Genitiv der Raumzeitkrümmung

der Raumzeitkrümmungen

Dativ der Raumzeitkrümmung

den Raumzeitkrümmungen

Akkusativ die Raumzeitkrümmung

die Raumzeitkrümmungen

Worttrennung:

Raum·zeit·krüm·mung, Plural: Raum·zeit·krüm·mun·gen

Aussprache:

IPA: [ˈʁaʊ̯mt͡saɪ̯tkʁʏmʊŋ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Physik: die durch die Schwerkraft erzeugte natürliche Krümmung der Raumzeit.

Herkunft:

Zusammensetzung aus Raumzeit und Krümmung

Oberbegriffe:

[1] Krümmung

Beispiele:

[1] „In unserem Sonnensystem ist die Krümmung der Raumzeit so geringfügig, zumindest auf makroskopischer Skala, dass sie unserem gewöhnlichen Zeitbegriff nicht in die Quere kommt. Unter diesen Bedingungen könnten wir diese Zeit noch in der Schrödinger-Gleichung verwenden, um eine deterministische Entwicklung der Wellenfunktion zu erhalten. Doch sobald wir Raumzeitkrümmung zulassen, ergibt sich die Möglichkeit von Raumzeiten, in denen die Zeit nicht mehr für jeden Beobachter stetig anwächst, wie es bei einem vernünftigen Zeitmaß zu erwarten wäre.…“[1]
[1] „Wenn der Stern kollabiert, wird die Raumzeitkrümmung so starr, dass sich Licht aus der Umgebung der Sternoberfläche nur immer weiter nach innen bewegen kann. Es bildet sich ein Schwarzes Loch.“[2]
[1] „Die Krümmung der Raumzeit, die in diesem Abschnitt erläutert wird, ist kein unabhängiges Konzept, sondern eine Folgerung aus dem Äquivalenzprinzip. Mit Hilfe des Äquivalenzprinzips lässt sich daher auch der Begriff der Raumzeitkrümmung anschaulich erläutern. Dafür muss zunächst der Begriff des Paralleltransports entlang der Zeitachse erklärt werden.“[3]
[1] „Die Raumzeitkrümmung existiert (schwächer) auch noch in der Ferne: Beispielsweise bekommt der Mondumlauf um die Erde durch sie eine völlig neue Grundlage: Der Mond wird nicht durch Anziehungs- und Fliehkraft auf seiner Bahn gehalten, er ist vielmehr ein Körper, der dem Weg "entlangfällt", den ihm die durch die Anwesenheit der Erde vorhandene Raumzeitkrümmung vorschreibt. In der Gummituchanalogie kreist er entlang der Außenwand der durch die Erde verursachten Einsenkung des Tuchs wie ein Rennfahrer an der außen erhöhten Bahn eines engen Rundkurses. Bei anderen gravitativ gebundenen Himmelskörpern verhält es sich ebenso; Doppelsterne bilden z.B. eine gemeinsame "Mulde" in der Raumzeit, in deren Zentrum der gemeinsame Schwerpunkt der beiden Sterne liegt, den sie ständig umkreisen müssen.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Raumzeitkrümmung

Quellen:

  1. Stephen Hawking, Das Universum in der Nussschale, Hoffmann & Campe, 2001, Kapitel 4, S. 118-9
  2. Stephen Hawking, Das Universum in der Nussschale, Hoffmann & Campe, 2001, Kapitel 4, S. 123
  3. Allgemeine Relativitätstheorie. Wikipedia, 11. März 2012, archiviert vom Original am 11. März 2012 abgerufen am 18. März 2012 (HTML, Deutsch).
  4. Kleines 1x1 der Relativitätstheorie: Einsteins Physik MIT Mathematik der Mittelstufe von Gottfried Beyvers & Elvira Krusch, S. 205