Parallelgesellschaft

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Parallelgesellschaft (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Parallelgesellschaft

die Parallelgesellschaften

Genitiv der Parallelgesellschaft

der Parallelgesellschaften

Dativ der Parallelgesellschaft

den Parallelgesellschaften

Akkusativ die Parallelgesellschaft

die Parallelgesellschaften

Worttrennung:
Pa·r·al·lel·ge·sell·schaft, Plural: Pa·r·al·lel·ge·sell·schaf·ten

Aussprache:
IPA: [paʁaˈleːlɡəˌzɛlʃaft]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:
[1] kleiner Teil der Gesellschaft, der seine eigene Kultur und Tradition pflegt, die sich von der der Mehrheit unterscheiden

Herkunft:
Determinativkompositum, zusammengesetzt aus parallel und Gesellschaft

Gegenwörter:
[1] Mehrheitsgesellschaft

Oberbegriffe:
[1] Gesellschaft

Beispiele:
[1] „Parallelgesellschaften sind wichtig und gut sowohl für Einwanderer als auch für die Mehrheitsgesellschaft.“[1]
[1] „Ich lehne mich nicht aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass sich Parallelgesellschaften mit festen Strukturen herausgebildet haben, die bereits heute nicht mehr einfach aufzulösen sind.“[2]
[1] „Dabei befürchtete er: „Wenn tausende Kinder in Wien in islamische Kindergärten gehen und dort in einem rein muslimischen Umfeld aufwachsen, dann schadet das der Integration und schafft Parallelgesellschaften.““[3]
[1] „Manchmal ist eine Parallelgesellschaft nicht nur von Nachteil.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Parallelgesellschaft
[*] canoonet „Parallelgesellschaft
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonParallelgesellschaft
[1] Duden online „Parallelgesellschaft

Quellen:

  1. Mehmet Gürcan Daimagüler: Kein schönes Land in dieser Zeit. Das Märchen von der gescheiterten Integration. Goldmann, München 2013, ISBN 978-3-442-15737-2, Seite 112.
  2. Tania Kambouri: Deutschland im Blaulicht. Notruf einer Polizistin. 4. Auflage. Piper, München, Berlin, Zürich 2015, ISBN 978-3-492-06024-0, Seite 13.
  3. Schlagabtausch um islamische Kindergärten. ORF.at, 9. Dezember 2015, archiviert vom Original am 9. Dezember 2015 abgerufen am 25. Februar 2016 (HTML, Deutsch).
  4. Hatice Akyün: Verfluchte anatolische Bergziegenkacke oder wie mein Vater sagen würde: Wenn die Wut kommt, geht der Verstand. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04699-1, Seite 167.